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Home > Namibia > Natuschutzgebiete > Sesriem-Canyon

Sesriem-Canyon

Es regnet nicht sehr oft in der Namib-Wüste. Aber wenn sich der Himmel über Afrika einmal zu diesem seltenen Naturschauspiel entschließt, dann hat das buchstäblich einschneidende Folgen für die Landschaft. Eine davon ist der Sesriem-Canyon.

Wenn sich der Wüstenregen über das Naukluft-Gebirge ergießt, dann tut er dies so kräftig, dass das Wasser dort keine Zeit zum Versickern hat. Es folgt ungebremst der Schwerkraft und bildet mit seinen Massen innerhalb weniger Sesriem CanyonStunden einen reißenden Fluss, den Tsauchab. Ohne Regen führt dieser Fluss kein Wasser, aber mit Regen wird er extrem mächtig. So hat er im Laufe der letzten gut zwei Millionen Jahre einen Graben in das Sedimentgestein gefräst, der einen Kilometer lang, an einigen Stellen 30 Meter tief und manchmal nur zwei Meter breit ist: Den Sesriem-Canyon. Selten hat die Natur eindrucksvoller und ästhetischer bewiesen, wie konsequent steter Tropfen den Stein höhlen kann. Auch wenn der Canyon an seinen schmalsten Stellen von oben dem unwissenden Auge wenig beeindruckend erscheinen mag.

Der Sesriem-Canyon beherbergt eine dauerhafte Wasserstelle und wird deshalb von den zahlreichen durstigen Wüstentieren gerne besucht. Hier Faszinierende Gesteinsformen am Sesriem Canyonkönnen mit ein wenig Glück Springböcke und Oryx-Antilopen beobachtet werden. Aber auch zahlreiche Vögel kommen hier gerne auf eine kleine Erfrischung vorbei. Auch Bäume und Büsche nutzen hier ihre Wachstumschancen. In seinem Verlauf wird der Sesriem-Canyon immer flacher und breiter, um schließlich in ein flaches Flussbett mit Galeriewald überzugehen.

Auch mit ausgetrocknetem Flussbett bietet der Sesriem-Canyon dem trittsicheren Touristen unvergessliche Eindrücke. In der Trockenzeit kann der Canyon der Länge nach durchwandert werden, wobei seine stellenweise steil aufragenden Steinwände Schatten und Kühle spenden.

Quellenangabe:

Beide Fotos stammen von Harald Süpfle und stehen unter folgender Lizenzbedingung und wurde von Wikipedia entnommen.


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