Tag 2 - Soussusvlei
Obwohl wir am liebsten gleich losgefahren wären zum nächsten Etappenziel, mussten wir doch noch in die Stadt zum Photoladen und zur Bank. Ich musste aus ganz bestimmten Gründen zur FNB an den Schalter. Ich traute meinen Augen erst nicht, doch dann musste ich mich wohl oder übel in die ellenlange Schlange der Wartenden (ca. 25 – 30 Leute) einreihen – und das, wo wir es doch eilig hatten. Ca. 350 km Gravelroad lagen noch vor uns, und auf jeden Fall mussten wir unsere nächste Station (Soussusvlei) noch vor Sonnenuntergang erreichen. Als wir alles erledigt hatten, wollten wir nur noch weg – nichts wie raus aus Windhoek.
Unter diesen Umständen haben wir uns für die einfachste Fahrtstrecke entschieden (3 standen zur Auswahl) und sind zum nächsten Quartier in der Namib gefahren. In Rehoboth haben wir uns noch mit ein paar Sachen für die Fahrt versorgt. Wegen der Eindrücke in Windhoek blieb ich im Auto sitzen und Werner kaufte ein. Ununterbrochen wurde ich von aufdringlichen afrikanischen Männern bedrängt, die alle was verkaufen wollten. Als Werner wieder am Auto war, sagte ich ihm: „Das nächste Mal kaufe ich ein!"
Bei Rehoboth verliessen wir die B1 und bogen auf eine Gravelroad ab. Rückblickend kann ich sagen, dass diese Strecke für den Fahrer eine der schwierigsten war, die vor uns lagen. Und ich genoss es gefahren zu werden und ich konnte mich nicht satt sehen an der Weite der Landschaft und den verschiedenen teilweise auch bizarren Felsformationen. Das erste Wild sahen wir auch schon. Springböcke und einen Schakal. Jetzt begann für mich der Urlaub.
So ne halbe Stunde vor Sonnenuntergang waren wir dann im neuen Quartier. Man erwartete uns bereits und wir wurden mit einem Cocktail begrüsst, was auch bei den meisten anderen Lodges der Fall war.
Unser Häuschen mit Veranda war sehr gut ausgestattet und in der Auswahl der Einrichtung wurden viele Elemente aus der Wüste mitverwendet (verwittertes Holz und Steine). Sehr schön.
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