Es geht los
Mit einer halben Stunde Verspätung flogen wir am 31. August 2006 spät am Abend in Frankfurt/M. ab, es sollte ein zehnstündiger Nachtflug werden.
Der Airbus A340-300 war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Die Fluggesellschaft Air Namibia überraschte uns angenehm, unsere anfängliche Skepsis war völlig unbegründet. Im Gegenteil: Der Service war besser, als wir ihn erwartet hatten und er von anderen Fluggesellschaften angeboten wird, sogar der Platz in der Touristenklasse schien etwas großzügiger zu sein.
Der Flug verlief angenehm ruhig.
Wir saßen mit Petra und Roland in der Mittelreihe der Touristenklasse.
Nach dem Essen wurde das Licht gelöscht, so dass wir ein paar Stunden schlafen konnten.
Pünktlich 09:00 Uhr landete unser Flieger in Windhoek. Wir stellten unsere Uhren eine Stunde zurück, da in Namibia noch Winterzeit war. Die Einreiseformulare in englischer Sprache hatten wir schon im Flugzeug ausgefüllt. Nach der Passkontrolle, welche genau aber zügig erfolgte, konnte unser lang ersehnter und geplanter Traumurlaub beginnen.
Wir hatten diese Reise beim „Reisecafé Skyline“ in Halle/Saale gebucht, eine Selbstfahrerreise aus dem FTI - Katalog mit fester Route. Die Lodges waren reserviert, und ein Auto, Toyota Camry, sollte bei Europcar gebucht sein. Wir waren gespannt, ob uns am Flughafen jemand von FTI abholt. Wenn nicht, sollten wir zu unserer ersten Unterkunft fahren. Dort würden dann die Unterlagen, die Hotelvoucher, für die gesamte Reise bereitliegen.
Nachdem wir in Deutschland den Komplettbetrag für unsere Reise überwiesen hatten, erhielten wir die Reiseunterlagen. Sie fielen allerdings etwas dürftig aus, wenn man bedenkt, dass eine solche Reise ja nicht ganz billig ist.
Wir erhielten je Familie den Voucher für die erste Unterkunft in Namibia, den Rückversicherungsschein des Reisebüros sowie die im Reisepreis enthaltenen Bahn - und Flugtickets. Mit ersteren kann man vom Heimatort bis zum Flughafen /M. mit der Deutschen Bahn fahren. Roland erhielt noch die Bestätigung für unseren Leihwagen. Vermisst haben wir allerdings einen Reiseführer und eine Straßenkarte, um uns schon zu Hause damit beschäftigen zu können.
Petra und Kerstin haben sich aber schon lange vor dem Urlaub intensiv vorbereitet.
Kerstin hatte zum Beispiel aus der Bibliothek einen älteren aber sehr guten Reiseführer mit einer guten Land- und Straßenkarte ausgeliehen, der uns auf der gesamten Reise begleitete und immer wieder gute Dienste leistete. Weitere Informationen besorgten wir uns vor allem über das Internet. Ich kann mich erinnern, dass wir im Sommer 2005 bis spät in der Nacht auf dem Balkon mit dem Laptop Reiseberichte gelesen haben. Natürlich gehörten ebenfalls DVD - Filme, Fernsehberichte und Bücher zur Vorbereitung, ebenso eine komplette Übersicht des Reiseverlaufs und der Sehenswürdigkeiten unserer Reise, die Petra zusammengestellt hatte.
Auch dieses Heftchen war unser ständiger unentbehrlicher Begleiter.
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