Namibia - Reisen - Hoba Meteroit

Hoba-Meteorit

Die Befürchtung, der Himmel könne einem auf den Kopf fallen, ist bisweilen nicht völlig unbegründet. Zumindest ist dies in Afrika schon einmal geschehen. Das Ergebnis kann heute noch eingehend bestaunt werden: Es ist der Hoba-Meteorit.

Von allen je auf der Erde gefundenen Meteoriten ist der Hoba mit Abstand der größte. Er ging in Namibia nieder. Der wissenschaftliche Bericht dazu wurde 1920 veröffentlicht und ist heute im Grootfontein-Museum zu sehen.

Da es nicht präzise ermittelt werden kann, schwanken die Schätzungen über das Gewicht des Hoba-Meteorit zwischen 50 und 60 Tonnen. Ursprünglich mag er einmal 6,56 Kubikmeter an Raum eingenommen haben. Er schlug vor zirka 80.000 Jahren in Afrika ein und liegt seither unberührt dort, wo er die Erde getroffen hat. Geologischen Schätzungen zufolge ist dieser steinerne Eindringling aus dem Universum zwischen 190 bis 410 Millionen Jahre alt.

Steinkundler mag es interessieren, dass sich der Hoba-Meteorit in seinen Hauptbestandteilen aus 82% Eisen, 6% Nickel und 1% Cobalt zusammensetzt. Den Rest auf 100% füllen in ihrer Summe die Spurenelemente Chrom, Gallium, Germanium, Iridium, Kohlenstoff, Kupfer, Schwefel und Zink.

Natürlich ist von dem Krater, den der Einschlag erzeugt haben muss, heute nichts mehr zu sehen. Auch war die Entdeckung des Hoba-Meteoriten eine landwirtschaftliche Beiläufigkeit und nicht das Ergebnis gezielter wissenschaftlicher Ausgrabungen. Beim Pflügen des Bodens hörte der Grundbesitzer ein metallisch kratzendes Geräusch. Dann blieben Pflug und Ochse plötzlich an einem mächtigen Hindernis im Erdboden stehen. Herbeigerufene Fachleute legten den Meteorit frei und es war das Privileg von Jacobus Hermanus Brits, diesen sensationellen Fund zu identifizieren und zu beschrieben

Der Hoba-Meteorit ist heute ein offizielles nationales Denkmal und ruht freigelegt in seinem eigenen Amphitheater. Toilettenanlagen, ein ausgebauter Pfad zum Meteoriten, ein kleines Geschäft und Grillplätze laden staunende Besucher zum Verweilen ein.