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Geschichte Namibias - Überblick

Frühgeschichte

Über die ersten Menschen in Namibia und ihre Frühgeschichte ist nur wenig bekannt. Der älteste Fund ist bereits 12 Millionen Jahre alt: ein Kieferknochen des prähistorischen Otavipithecus namibiensis. Den Namen erhielt diese Frühform des Menschens zweifelsfrei von seinem Fundort: Namibia!

Weitere Indizien menschlichen Lebens finden sich erst wieder vor etwa 26000 Jahren: In den Höhlen von Hundsbergen beim Fisch-Fluss zeigen Malereien von Wild. Weitere Felsenmalereien stammen vom Buschmännern, die vor etwa 3000 Jahren lebten.

Mittelalter

Die ersten Europäer landeten im Jahre 1486 an der Küste Namibias. Die Portugiesen waren auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien. Abgeschreckt durch die Namib-Wüste kamen erst 300 Jahre später die ersten Einwanderer nach Namibia: Aus dem südlich gelegenen Südafrika fliehen die Einheimischen vor den holländischen Kolonisten, ließen sich nieder und besetzten in Teilen das Land. Mit der Gründung der heutigen Hauptstadt Windhoek um 1840 kommen letztlich mehr Einwanderer aus Südafrika, aber auch Händler, Missionare und Abenteurer aus Europa nach Namibia.

Der weitere Verlauf des 19. Jahrhunderts ist hauptsächlich geprägt durch kriegerische Auseinandersetzungen zwischen dem Nama- und dem Herero-Stamm. Gekämpft wurde um Weideflächen und Jagdgebiet aufgrund längerer Dürreperioden.

Kolonialmacht Deutschland

Gleichzeitig zu den Auseinandersetzungen der Einheimischen unterwerfen deutsche Kolonisten Ländereien der Nama und Herero. Im Jahre 1884 wird Namibia zum Schutsgebiet Deutschlands und erhält den Namen Deutsch Südwest-Afrika. Die Schutztruppe sollte eigentlich als Vermittler zwischen den verfeindeten Volksstämmen dienen, doch gab es Widerstand gegen die neue Kolonialmacht. Der erste Friedensvertrag 1894 mit den Namas brachte 10 Jahre Ruhe in das Land. Erst Im Januar 1904 erhoben sich die Herero mit Samuel Maharero als Führer wieder gegen die Kolonialmacht. Auch die Nama schließen sich im Oktober dem Widerstand an, jedoch ohne verbündet mit den Herero zu sein. So kommt es zum erbitterten Guerilla-Krieg, der erst 1907 mit den Schutzverträgen endet. Deutschland hatte sich nun als Kolonialmacht gefestigt und als kurz darauf Diamanten gefunden wurden wuchs auch schnell die zahl deutscher Siedler. Doch relativ zu Beginn des zweiten Weltkrieges bricht die junge Kolonie auseinander, die 1915 gegen die britisch-südafrikanischen Truppen kapitlieren musste und verfiel damit als Protektorat in südafrikanische Verwaltung.

Der Weg in die Unabhängigkeit

Mit dem Versailler Vertrag wurde Deutsch-Südwestafrika 1919 zum Mitglied des Völkerbundes unter südafrikanischer Verwaltung erklärt. Als die UNO 1966 Südafrika das Mandat entzieht, weigert dieses sich gegen die Resolution und will die Kontrolle über das Land nicht abtreten. Es beginnt ein bewaffneter Befreiungskamp der SWAPO (South-West African Peoples Organisation) und führt nach 23 langen Jahren zu den ersten freien Wahlen am 11.November 1989. Die SWAPO gewinnt die Wahl mit 57% der Stimmen und verabschiedet im Jahre 1990 eine neue Verfassung. Als 151. Mitglied der Vereinten Nationen bekommt Namibia 1993 eine eigene Währung und ist nun trotz wirtschaftlicher Gebundenheiten an Südafrika nun ein unabhängiges und freies Land.

 


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