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Touring-Afrika.de > Namibia > Reiseberichte > Namibia 2006 Tag3

Von Windhoek zu den Köcherbäumen, 11.09.2006

 

Wir sind morgens sehr zeitig aufgestanden und habe zum ersten mal ein Frühstück in Afrika genießen können. Nichts anderes wie in der Heimat. Den fertig gepackten Wagen haben wir kurzerhand wieder ausgeräumt, da die nette Dame vom Empfang uns davon abgeraten hat mit vollgepackten Auto einkaufen zu fahren, auch wenn es ein bewachtes Parkhaus gibt. Also alles wieder raus und aufs Zimmer gebracht.

©Carsten    www.derfreed.deDann sind wir zum Checkers Einkaufscenter gefahren, dass sich eigentlich nur einen Steinwurf (der eines Riesen) von der Pension Steiner entfernt befindet. In dem Kaufhaus gibt es alles. Wir decken uns mit allen möglichen ein und merken schnell, dass wir mit der einen zusätzlichen Kiste von Hubert Hester bei weitem nicht auskommen. Nachdem wir also 2 Einkaufswagen komplett voll haben und uns in einem Safariladen auch ein Pfefferspray gekauft haben (das wir zum Glück nie nutzen mussten) machen wir uns zurück zur Pension Steiner. Hier laden wir noch unser Gepäck hinzu und verabschieden uns auf Pad. Zuerst führt uns unser Weg aber noch mal zu Kalahari Car Hire. Hubert Hester gibt uns noch mal zwei Plastikboxen, einen zweiten Gaskocher und auch noch das Radio, das er am Vortag vergessen hatte. Selbstverständlich alles umsonst.

Bestens gerüstet geht es gegen 11 Uhr raus aus Windhoek auf die B1 gen Süden.

©Carsten    www.derfreed.deZuerst ist es noch etwas kurvig und ich wunder mich, da mir immer nur von diesen endlos geraden Straßen berichtet wurde, aber nachdem wir durch die Auasberge sind, ist die Verwunderung schnell verflogen. Ab Mariental gibt es dann nur noch eine etwas langweilige gerade Strecke ohne wirkliches Highlight. Das einzige war der Wendekreis des Steinbocks. Aber HH hat uns schon vorgewarnt, dass die Strecke von Mariental bis Keetmanshoop wohl eine der trostlosesten Namibias sein soll. Gegen 16 Uhr erreichen wir das Garas Quivertreet Camp und ich mache mir so meine Gedanken. Wo verdammt noch mal sind denn eigentlich die Tiere? Ich bin doch in Afrika, und das einzige was wir heute auf der gesamten Strecke sehen konnten waren ein paar Ziegen und Kühe. Wir hoffen, dass es morgen anderes wird.

Das Camp ist dafür aber sehr schön. Sehr natürlich, ohne Strom. Wasser gibt es nur bei den sanitären Anlagen. Die sind zwar einfach, aber sauber. Der Köcherbaumwald befindet sich direkt am Camp.

Wir brauchen etwas Zeit, bis wir ©Carsten    www.derfreed.deunsere endgültiges Camp gefunden haben. Die Auswahl ist einfach zu groß. Wir sind und bleiben die einzigen Gäste für heute nacht.

Zum ersten mal wird jetzt das Zelt aufgebaut. Noch mit kleinen Problemen, aber gemeinsam schaffen wir es dann doch. Auch müssen wir uns noch mit den diversen Kisten organisieren. Was ist denn wo drin? Wo finde ich dies und das...

Zum ersten mal werden wir auch der namibischen Tradition nachkommen und selbstverständlich den Grill anschmeißen. Es gibt leckeres Schweinesteak mit Kartoffeln und Maiskolben. Wunderschön. Die Sonne geht rot leuchtet hinter dem Köcherbäumen unter, die Sterne strahlen lichterloh und der Wein mundet wunderbar. Ein herrlicher erster Abend, wie er schöner eigentlich nicht hätte sein können. Das einzige was ein wenig die Idylle stört ist die doch recht nahe B1, von der wir immer wieder das Tuckern der LKWs hören. Dafür gibt es hier 2 süße Hunde, die auf uns aufpassen und die wir am liebsten direkt mitnehmen würden. Wir taufen sie Max und Moritz.

Gegen 21:30 treten wir glücklich und erwartungsvoll zum ersten mal die Nacht im Dachzelt an.

 

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