Aloe Grove Lodge - Nähe Waterberg 02.10.2006
Kurz vor verlassen des Parkes haben wir noch Glück und sehen ein Dik-Dik direkt neben der Straße stehen. Sie sind die kleinsten Antilopenarten, die es gibt. Wir fahren raus aus dem Park und biegen auf die B1 Richtung Tsumeb ab. In Tsumeb selber kaufen wir noch ein. Die Stadt gefällt uns sehr gut, insbesondere, sind wir überrascht, wieviel grün und blühende Bäume es hier hat. Von Tsumeb aus begeben wir uns in Richtung Waterberg. Die Gegend hier ist sehr schön und viel grüner und bunter als die Westküste bzw. das Damaraland. Auch die Städte wirken hier reicher. Auf halber Strecke zum Ziel, der Aloe Grove Lodge, treffen wir auf eine große Affenherde die am Wegesrand sitzt. Komischerweise die erste Herde unseres Urlaubs, die wir so aus der Nähe sehen. Nur auf Ababis konnten wir eine ganze Herde in weiter Ferne beobachten. Wir kommen gut voran und erreichen die Einfahrt zur Pad nach
Aloe Grove ohne Probleme. Die Anfahrt von der Hauptstraße aus ist ca. 20 km lang und sehr beschwerlich. Mit einfachen PKw kann man bestimmt in größere Probleme kommen. Der Empfang auf der Lodge ist sehr nett und sehr persönlich. Wir sind heute mit einem anderen Pärchen die einzigen Gäste. Generell ist es hier eher wie auf einer Farm. Uns gefällt es super. Wir verabreden uns mit dem Eigentümer für Nachmittag zur Katzenfütterung. Das ist stark. Zuerst fahren wir zum Leoparden und sitzen in einem Steinverschlag. Der Leopard kommt bis auf einen Meter an uns heran und wir können tolle Fotos und Videoaufnahmen machen. Ein wunderschönes, elegantes Tier. Wir sind begeistert. Weiter geht es zu den Löwen. Papa Simba und Mama Elsa heißen uns direkt willkommen. Ihr Baby Chiara kommt erst später aus dem Versteck. Während der Fütterung sind die Löwen vorerst sehr aggressiv und starten einige Scheinangriffe, was uns das Blut in den Adern gefrieren lässt. Getrennt sind wir nu
r durch einen Drahtzaun. Die Löwin kommt mir einmal so nahe, dass ich schon Ihren Atem spüren kann. Absolut faszinierend. So einem Tier möchte ich in freier Wildbahn ohne schützenden Zaun nicht begegnen. Erst als sie satt sind, werden sie ruhiger und die ganze Familie liegt zusammen vor uns. Das Baby hätten wir am liebsten direkt mitgenommen. Auch die beiden Geparden heißen uns danach willkommen, sind aber nicht ganz so interessant wie die Löwen und der Leopard.
Am Abend genießen wir ein fantastisches Essen, dass unsere Gastgeber Johan und Ivy selbst zubereiten. Hier beim Abendessen herrscht eine sehr ruhige, fast schon familiäre Atmosphäre. Einfach toll. Wir fühlen uns pudelwohl. Nach dem Essen unterhalten wir uns noch mit dem anderen anwesenden Pärchen, und geben ihnen ein paar Tipps für ihre weitere Reise. Sie stehen erst ganz am Anfang ihrer Tour…beneidenswert. Zufrieden und wohlgenährt gehen wir bald zurück zu unseren Bungalow und schlafen ein.


