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Touring-Afrika.de > Namibia > Reiseberichte > Namibia 2006 Tag17

Ugab Tal / Vingergklip - 25.09.2006

 

©Carsten    www.derfreed.deFrüh morgens stehen wir auf und verabschieden uns von den beiden süßen Hunden. „Namib2006“ sagen wir auch noch kurz Tschüss, wir werden sie aber wahrscheinlich auf der Vingerklip Lodge wieder sehen. Das zahlen an der Rezeption geht auch zügig, so sind wir gegen 08:30 Uhr auf Pad. Bevor wir unser erstes Ziel für heute ansteuern, den Petrified Forest, kaufen wir hiesigen Tante-Emma-Laden noch etwas ein. Von außen sieht es nicht sehr vertrauenserweckend aus, aber Claudi sagt, es war alles ok und die Angestellten sehr nett. Leider gibt es kein Nutella, unser künftiges Frühstück wird ab sofort aus Erdnussbutter bestehen. Zum versteinerten Wald ist es nicht weit, und gegen 09 Uhr finden wir die Auschilderung zum „richtigen“ Wald. Auch vorher gibt es zahlreiche Ausschilderungen zu diversen ominösen Wäldern, denen wir aber nicht gefolgt sind.

©Carsten    www.derfreed.deAuch hier benötigen wir wieder einen Guide, und ??? unser weiblicher Guide überascht uns doch sehr, als sie auf einmal munter anfängt zu erklären und beschreiben. Das waren wir bisher nicht gewohnt. Man hat das Gefühl Ihr macht die Arbeit wirklich Spaß. Neben den versteinerten Bäumen finden wir hier auch die bekannten ???. Außerdem läuft uns hier noch eine lebende Schlange über den Weg, deren Identität ich bis heute noch nicht 100% herausfinden konnte. Schätze aber eine Leopardenschlange. Wie dem auch sei, unser Guide sagte sie sei „nicht so gefährlich“, was auch immer das heißt. Wir machen uns weiter auf den Weg Richtung Vingerklip und stoßen kurz vor Khorixas wieder auf Teerstraße. Das haben wir schon lange nicht mehr gehabt. In Khorixas müssen wir an der berühmt berüchtigten Tankstelle tanken, da es hier in der Umgebung einfach an Alternativen fehlt. Schnell ist unser Auto von Männern, Frauen und Kindern umkreist. Keine schöne Situation. Während Claudi mühsam versucht die Kinder auf der einen Seite vom Auto abzuhalten, muss ich einen einseitigen Disput mit einem Mann führen, der mir ums Verrecken einen kleinen (Holz) Ball mit meinem Namen darauf verkaufen möchte. Nachdem ich wehrhaft bleibe erzählt er mir seine ganze - wenn sie wirklich stimmt auch tragische - Geschichte und kniet sich letztendlich vor mir flehend auf den Boden. Jetzt reicht es mir dann doch: „Oh come on, stand up, I can’t believe that, you will get no money!“ Zum Glück ist zu diesem Zeitpunkt der Tank gefüllt und ich gebe dem Tankwart das Geld und wir machen uns schnellstmöglich aus dem Staub.

Danach folgen wir nicht der Ausschilderung zur Lodge, sondern biegen schon vorher in die ??? ein. Diese Straße soll sehr schön sein, was sich auch bestätigt. Ganz anders als die sonstigen Straßen Namibias gibt es hier viele Kurven und die Straße wird gesäumt von Bäumen und Pflanzen. Wir müssen viele Reviere durchqueren und meistern den ein oder anderen schwierigeren Straßenabschnitt. Zwischendurch finden wir auf der Straße wieder eine Schlange, eine tote Tiegerschlangen, giftig. Zwei Schlangen an einem Tag ist eine gute Ausbeute. Wir erreichen die Vingerklip Lodge und melden uns an der Rezeption an. Es wirkt wie ein großes Hotel, nur vieeeeel schöner. Wir bekommen fälschlicherweise einen Familienbungalow zugewiesen, da sich Claudi mit ihrem Namen angemeldet hat, gebucht war auf meinen. Egal, der Bungalow ist wunderschöne, aber…Spinnen. Von groß bis kleine ist alles vorhanden. Eine Spinne hat einen Sack im Moskitonetzt gesponnen und nach Studium des Buches „Keine Angst vor Afrika“ ordnen wir sie – wer mag es glauben – als Sackspinnen ein. Schon relativ giftig, immerhin kann ein Biss bis zur Nekrosenbildung führen. Also wird sie mit Hilfe von zwei Gläsern kurzerhand aus der Wohnung entfernt, aber selbstverständlich nicht getötet. Claudi strebt schon Überlegungen an, ob sie evtl. die Nach lieber im Auto verbringt. Ich kann sie dann aber doch einigermaßen beruhigen und nachdem ich das Moskitonetz unseres Bettes noch provisorisch geflickt habe, ist sie von der Sicherheit darunter einigermaßen überzeugt.

©Carsten    www.derfreed.deNun erkunden wir die Lodge. Ein Traum. Die Anlage ist schön gepflegt und wir genießen unseren Kaffe gegen 16 Uhr auf der schönen Terrassen mit 360 Grad Rundumsicht. Hier beobachten wir später auch den Sonnenuntergang bevor wir uns zum Essen begeben. Eine absolute Wucht. Ein tolles Essen, und ich lasse mir das Kudufilet und Lamm ganz besonders schmecken. Wir trinken danach noch einen Absacker an der Bar, gucken kurz am beleuchteten Wasserloch, wo sich aber nur ein Kudu blicken lässt, und begeben uns in unseren Bungalow. Zufrieden (Carsten) und ein bisschen ängstlich (Claudi) legen wir uns unter das Moskitonetz und schlafen ein.

 

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