Von Klein-Aus-Vista in die Tirasberge - 14.09.2006
Wir stehen wie immer sehr zeitig auf. Gegen 07:00 ist das Frühstück fertig. Schatz hat mittlerweile alles im Zelt gepackt. Wir werden besser. Gegen 08:00 können wir aufbrechen und fahren erst noch kurz an die Rezeption von der Farm. Hier zahlen wir und besorgen uns Unmengen an Postkarte.
Unser erster Weg heute führt uns noch ein paar km weiter westlich. Das Ziel sind die Garub-Wilde-Horses. Diese haben wir auch schnell gefunden. Ich bin überrascht wie viele es sind. Mit so einer Menge hatten wir nicht gerechnet. Sie wirken ganz anders als unsere Pferde hier in Deutschland. Während der ca. 20 Minuten Aufenthalt bewegen sie sich kein bisschen. Manche schlafen sogar im Stehen. So muss man sich also verhalten um hier zu überleben. Ich werde mir ein Beispiel daran nehmen.
Dann geht es wieder zurück auf die B4, wieder vorbei an Klein-Aus-Vista bis zur C17. Hier biegen wir nun wieder ab auf Gravel-Pad und folgen der Straße in Richtung Norden. Auch hier ist der Blick wieder unglaublich. Es ist einfach nur weit und die Straße schnurgerade. Hier sehen wir auch wieder einige Strauße, die am Wegesrand herumtollen.
Kurze Zeit später erreichen wir die Kreuzung zur D707. Jetzt sind wir also an dieser sagenumwogenen Straße. Dort an der Kreuzung gibt es auch ein großes Schild auf dem alle Farmen mit Entfernung und Unterkunftsart angezeigt werden. Verfahren ist also unmöglich.
Die D707 macht Ihrem Ruf alle Ehre. Eine wirklich wunderschöne Strecke. Anfangs fährt man noch auf normalen hellen Gravel, später ändert er die Farbe in rot und man fährt auf teils etwas sandigen Untergrund. Zur linken liegen die Ausläufer der Namib-Wüste, zur rechten die rot-braunen Tirasberge. Ich weiß nicht wie oft wir gehalten haben um Fotos und Videos zu machen. Es müssen auf jeden Fall einige Stops gewesen sein, denn wir kommen einfach nicht richtig voran. Hier kann man sich gar nicht satt genug sehen. Irgendwann schaffen wir es aber doch und kommen zur Ausschilderung Richtung Koiimasis. Auf der selben Pad geht es auch in Richtung der Landsberg-Farm, die aber noch ein wenig hinter Koiimasis liegt. Die restlichen 20km auf der Farmpad sind nicht sehr leicht zu fahren und haben zum Teil auch sandige Stellen. Jetzt fahren wir richtig ins Tirasgebirge rein. Ca 40 Minuten später haben wir es dann endlich geschafft und kommen gegen 14:00 an der Farm an. Am Farmtor hängt eine große Glocke, die ich mit viel Spaß betätige.
Gadooooooooong...und schon kommt uns Anke Itzkoe entgegengelaufen. Sie begrüßt uns und gibt uns ein paar Infos was wir hier so alles machen können. Zum Glück hat sie für die nächsten 2 Nächte noch einen Platz für uns frei. Wir bekommen das Camp „Igib“, ein wirklich wundervolles Camp. Das heißt aber nicht viel, denn alle Camps von Koiimasis sind einfach wunderschön. Wir packen erst mal aus und richten uns für den Abend und die Nacht ein. Mittlerweile steht das Zelt innerhalb kürzester Zeit. Jetzt stimmen die Handgriffe. Jeder von uns weiß was er zu tun hat und nicht viel später sind wir fertig und machen uns auf eine erste kleine Erkundungstour durch das Camp. Gegen Abend zieht starker Wind auf. Wir schmeißen dennoch den Grill an und das frische Straußenfleisch von Anke schmeckt vorzüglich. Durch den starken Wind wird es abends aber doch recht ungemütlich und so entschließen wir uns schon zeitig, so gegen 20:30 Uhr, in das Zelt zu gehen. Das Zelt wackelt zwar ganz ordentlich, aber es hält.

