Reiseende 07.10.2006
Um 5:55 Uhr war die geplante Ankunftszeit, doch vermutlich wollte der Kapitän den Unwettern über Zentralafrika und Kongo ausweichen und ist daher einen kleinen Umweg geflogen, so dass wir eine viertel Stunde später in Frankfurt ankamen. Die Landung haben wir über die Außenbordkamera verfolgt. Als nach der dunklen Nacht, der erste blinkende Punkt (außer dem von unserem eigenen Flugzeug) auf dem Bildschirm hatten, war die erste Vermutung, dass es sich dabei um ein anderes Flugzeug handelt, was uns in die Quere kam J Doch als immer mehr Punkte erschienen, war klar, dass es sich um Frankfurt unter uns handelte… Beim Blick aus den Fenstern sah man lauter kleine Wolken, als hätte sie jemand dorthin gemalt. Dann erschien auch schon die Landebahn auf dem Bildschirm und zum ersten Mal konnten wir live unsere eigene Landung in Frankfurt über den Bildschirm miterleben!
Da wir ja in der drittletzten Reihe saßen, verzögerte sich der Ausstieg, nachdem das Flugzeug zum kompletten Stillstand gekommen war, um einige Minuten. Sofort nachdem mein Handy Netz bekam, klingelte es auch schon: während sich dadurch alle Blicke der umstehenden Passagiere auf mich richteten, konnte ich Carstens Eltern damit beruhigen, dass es bei uns noch eine Weile dauern würde.
Nachdem wir das Flugzeug verließen, ging es als erstes zur Passkontrolle. Trotz der frühen Stunde standen dort bereits ca. 400 Leute und da für europäische Einreisende nur 3 Schalter zur Verfügung standen, erinnerte uns dieses Chaos an den Johannesburger Flughafen. Nächstes Ziel war das Gepäckausgabeband: Doch welch Wunder! Unser Gepäck zog bereits gemächlich seine Runden und schon konnten wir uns gen Zollkontrolle bewegen. Da zeitgleich mit uns ein Flieger aus China gelandet waren, hatten die Zollbeamten längst alle Hände voll zu tun, doch man hielt uns zum Warten an. Nachdem erst eine Tüte mit Fisch (?), dann eine mit in Kräutern eingelegten Pilzen (?) und pervers aussehende Fleisch(?)-Stückchen den Weg aus dem (bislang nur) Handgepäck gefunden hatten (wer weiß, welche Tiere der gute Mann noch in seinem Koffer hatte???), gaben wir lauthals bekannt, das wir nun vorbeigehen würden. Doch die Beamten bekamen nicht einmal unsere Vorwarnung mit, so sehr waren sie mit dem guten alten Mann und seinen natürlichen Importen beschäftigt. In der Ankunftshalle trafen wir dann auf Carstens Eltern, die uns selig in die Arme nahmen. Auf der Fahrt nach Bonn ging nun langsam die Sonne auf, während wir einschliefen und im Traum nach Namibia zurückkehrten.
Namibia, wir kommen wieder!
The End


