Entspannen auf Koiimasis - 15.09.2006
Die Nacht war sehr laut, durch den starken Wind konnten wir nicht gut schlafen. Wir sind froh, als sich die Sonne ganz langsam über die Berge schiebt. Heute ist unser erster Tag ohne Standortwechsel und wir wollen ihn ruhig angehen und einfach entspannen. Nach einem reichhaltigen Frühstück (na was schon, Brot mit
Nutella) und einem wiederum vorzüglichen Instandkaffee und Tee sitzen wir den ganzen Vormittag eigentlich nur im Camp, schreiben Karten und lesen. Hin und wieder pirsche ich mich davon um irgendwo ein schönes Fotomotiv zu finden, bin aber – zumindest was Tiere angeht – nicht erfolgreich. Am späten Vormittag entschließen wir uns nun doch einmal aktiv zu werden und waschen in den extra dafür vorhandenen Becken einen Teil unserer Wäsche. Die Sonne scheint kräftig und es weht ein leichter Wind, da ist sie bestimmt schnell trocken. Mittags machen wir uns erst mal das Fleisch von gestern mit Gemüse und Kartoffeln in der Pfanne warm. Schmeckt wieder fantastisch.
Nachdem wir das Essen erst mal sacken gelassen haben begeben wir uns auf dem Weg zum Neubaugebiet. Roland baut hier mehrere neue Chalets, ein Restaurant und auch einen Pool. Wir haben Glück und Roland hat etwas Zeit für uns, so dass er uns über die Baustelle führt und uns mit Glitzern in den Augen erklärt, wie das denn später alles aussehen soll. Wir können seine Begeisterung gut teilen, denn die Grundstrukturen stehen und mit ein wenig Fantasie kann man sich gut vorstellen, dass die Anlage später wunderschön sein wird. Ein Aufenthalt hier bei unserem nächsten Besuch ist zu diesen Moment schon beschlossene Sache. Es soll sogar eine Skybar geben.
Nun machen wir uns auf den ca. 2 km langen Weg vom Camp zur Farm selber. Wir besichtigen die vielen verschiedenen Vögel, die hier in großen Gehegen gehalten werden und Claudi ist natürlich überglücklich. Weiter geht es zu den Straußengehegen – Koiimasis ist eine Straußenfarm – die etwas abseits der Farm liegen. Es gibt Strauße verschiedener Altergruppen und Geschlechter in vielen einzelnen Zellen. Irgendwie lustige Tiere, aber meist recht scheu. Auf dem Rückweg klingeln wir noch mal bei Anke...Gadoooooong....
das macht wirklich Spaß. Wir holen bei Ihr noch 4 frische Hühnereier für unser morgiges Frühstück ab und gehen die 2 km zurück zum Camp. Mittlerweile haben wir es ca. 17 Uhr und der Wind weht wieder stärker. Heute haben wir keine Lust auf grillen und machen uns einen Eintopf aus der Büchse warm. Reicht vollkommen aus. Es ist schon dunkel und wir sitzen am Lagerfeuer mit einem guten roten Wein, als ich im Dunkel etwas um das Camp schleichen sehe. Den Geräuschen und Umrissen nach auf jeden Fall ein großes Tier. Hier soll es auch Hyänen und natürlich Leoparden geben. Claudi und ich gucken uns geängstigt an und ich packe mein großes Rambo-Messer und fasse zum Pfefferspray. Das große Etwas ist jetzt direkt auf der anderen Seite des Holz-Windschutzes und bewegt sich Richtung Campeingang. Es soll nur kommen, ich bin bereit...
...der Hund, der anscheinend zur Farm gehört, war super süß und blieb den Rest des Abends bei uns. Ein süßer Golden-Retriever, der mich an unseren erst kurz vor dem Urlaub verstorbenen Hund erinnert. Zum Glück habe ich ihn nicht abgestochen. Da der Wind an diesen Abend wieder heftig weht, gehen wir auch heute relativ früh ins Zelt und spielen dort noch ein wenig Karten, bevor uns die Augen zufallen


