Auf der Aloe Grove Lodge 03.10.2006
Nach einer erholsamen Nacht genießen wir das gute und reichhaltige Frühstück. Johan hat uns angeboten uns nach dem Frühstück zu einem Hochsitz zu fahren, an dem wir mit Glück an einem Wasserloch ein paar Tiere beobachten können. Natürlich nehmen wir das Angebot an.
Auf der Fahrt dorthin sehen wir eine Menge Tiere - Gnus, Elan-Antilopen, Kudus, Warzenschweine - am Wasserloch selber herrscht bei unserer Ankunft allerdings gähnende Leere.
Wir klettern den Hochsitz hinauf und sind doch ein wenig ängstlich. Der Hochsitz wackelt schon gewaltig. Unser Mut wird leider nicht wirklich belohnt. Wir sehen nur Warzenschweine, dafür allerdings eine ganze Menge. Sehr lustige Tiere, insbesondere wenn sie ihren Schwanz beim Laufen wie eine Antenne nach oben richten.
Nach ca. 1,5 Stunden geben wir die Bemühungen auf. Es wird langsam auch zu warm und wir beschließen uns auf den Rückweg zu machen. Ich klettere dafür zuerst runter. Am Wasserloch stehen immer noch ein paar Schweine. Ein großer Eber dreht sich zu mir. Was nun? Ich gehe vorsichtshalber einen Schritt Richtung Hochsitz zurück, um im Fall der Fälle flüchten zu können. Anscheinend bin aber ich derjenige, der „Schrecken“ verbreitet. Mit einem Satz macht der Eber kehrt und verschwindet mit schnellen Schritten in der Steppe.
Die Wanderung zurück zur Lodge ist schön aber bei Temperaturen von weit über 30 Grad auch anstrengend. Wir besuchen noch mal die Tiergehege. Die Löwen sind heute wieder ganz friedlich.
An der Lodge angekommen essen wir erst eine Kleinigkeit zu Mittag und dann wollen wir in den Pool. Da aber mittlerweile der Wind so stark bläst, ist dieses Vorhaben dahin. Aber Wasser muss sein. In unserem Bungalow haben wir eine Badewanne mit herrlichem Weitblick direkt aus der Wanne bis zum Waterberg. Also wird die Wanne heute unser Poolersatz sein.
Für Abends haben wir einen Gamedrive angemeldet. Die Farm von Johan ist riesig groß und er erklärt sehr viel. Wir sehen sehr viele Tiere, allerdings ohne wirklichen großen Höhepunkt. Wir sind mittlerweile einfach schon zu verwöhnt. Am Anfang unserer Tour wären wir wohl absolut fasziniert gewesen. Jetzt ist es halt etwas normales eine Herde Oryx oder Zebras zu sehen...Dennoch kann ich diese Tour uneingeschränkt empfehlen.
Vor dem Abendessen genießen wir noch den wunderschönen Sonnenuntergang und lassen uns das fantastische Essen erneut gut schmecken.
Mittlerweile sind wir mit 6 Gästen vertreten – wohlgemerkt, dass ist eine Lodge – und essen alle zusammen an einem großen Tisch. Nachdem jeder seine Highlights und Tipps Kund getan hat, verabschieden wir uns etwas wehmütig in den Bungalow. Unsere letzte Nacht in der „Wildnis“, morgen werden wir zurück in der Zivilisation sein.


