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Touring-Afrika.de > Namibia > Reiseberichte > Namibia 2006 Tag19

Etosha Nationalpark 26.09.2006 - 01.10.2006

 

Vorab….Die Tage im Etosha habe ich zu einem Bericht zusammengefasst. Über jeden Tag zu berichten würde sogar den Rahmen dieses schon ausführlichen Reisebuches sprengen.

Etosha war toll. Das absolute Highlight der Tour, gar keine Frage. Alle Camps in der Etosha waren "brauchbar", zumindest besser als ihr Ruf. Auch an allen Wasserlöchern der Camps gab es Tiere. Die meisten jedoch bei Okaukuejo.

 

Der Westliche Teil (bis zum Märchenwald):

©Carsten    www.derfreed.deUnsere erste Tour führte uns zum westlichen Teil der Etosha. Ziel war der bekannte Märchenwald. Die Tour war allerdings eher langweilig, da es hier nur wenige Wasserlöcher gibt, und die wenigen existenten waren oft auch noch ausgetrocknet. Sprich: So gut wie keine Tiere. Nur einmal kam Aufregung auf, als wir ein Rudel Löwen sehen konnten. Für uns ein tolles Erlebnis, waren es doch unsere ersten Löwen im Etosha. Danach sind wir eine gesperrte Straße gefahren, von der wir nicht wussten, dass sie gesperrt ist. Das haben wir erst gesehen, als wir sie wieder verlassen hatten. Wir haben uns die ganze Zeit nur gewundert, war der Zustand so hundsmiserabel ist. Hier gab es zum Glück ein paar Giraffen zu sehen. Am Märchenwald angekommen, sind wir etwas enttäuscht. Ich habe es mir "märchenhafter" vorgestellt. Im Endeffekt hat sich diese Tour - bis auf die Löwensichtung - nicht wirklich gelohnt.

 

Von Okaukuejo nach Halali:

©Carsten    www.derfreed.deHier gibt es unmengen von Wasserlöchern. Alle einzeln aufzuführen, wäre zu viel. An einem Wasserloch lag ein gerissenes Zebra, die Löwen dazu fehlten vorerst. Dafür machten sich eine Menge Schakale an den Überresten zu schaffen. Direkt nebenan am Wasserloch stand eine Herde Elefanten. Wir wollten eigentlich schon wieder fahren, als sich aus dem Gras in der Ferne auf einmal 2 Löwinnen und ein Löwe erheben. Unglaublich wie gut sie getarnt sind. Sie lagen die ganze Zeit dort und wir haben sie nicht gesehen. An den hochgelobten Wasserlöchern "Aus" und "Olifantsbad" haben wir leider kein Glück und sind etwas frustriert, irgendwie scheinen sich die Tiere vor uns zu verstecken. Es gibt nur immer wieder ein paar Zebras oder Springböcke zu sehen. Am Wasserloch Salvadora finden wir sie aber wieder. Hier stehen Tausende Tiere. Der Anblick ist einfach unglaublich. Noch nie in meinem Leben habe ich so viele Tiere auf einmal gesehen. Zebras, Springböcke, Oryx-Antilopen, Kudus, Gnus...alles ist da. Allerdings stehen sie entfernt um das Wasserloch herum. Bei genaueren Blick in das hohe Gras können wir den Grund erkennen. Zwei Löwinnen haben sich dort versteckt und warten auf die Tiere. Die Zeit vergeht und nur ganz langsam trauen sich die Tiere wieder an das Wasserloch. Die Löwinnen verstecken sich immer wieder und nur manchmal kann man einen Kopf schemenhaft erkennen. Ganz klar, sie sind auf der Jagd. Wir werden aber enttäuscht, anscheinend sind die Löwen noch unerfahren. Sie lassen sich zu früh blicken und mit einem Mal bebt die Erde, als alle Tiere fast sternförmig vom Wasserloch fliehen. Die Köpfe der Löwen sind nun genau zu erkennen und man hat das Gefühl sie schauen ein wenig "bedröppelt" drein. Auch am Wasserloch Homob stehen unzählige Tiere. Das ist ein wahres Paradies hier. Und selbstverständlich liegt auch hier wieder ein Löwe an einem gerissenen Gnu. An diesem Wasserloch treffen wir zufällig auch auf Carsten Möhle aus dem Namibia-Forum. Wir tauschen uns durch die offen Fenster etwas aus und er macht sich weiter auf Pad, während wir noch ein wenig dem tierischen Treiben zu sehen.

 

Von Halali nach Namutoni:

©Carsten    www.derfreed.deAls allererstes steht ein Besuch der Etosha Pan auf dem Programm. Man kann hier sogar auf einem Weg direkt in die offene Lehm-Salz-Pfanne hinein fahren. Dort darf man auch aussteigen. Ist schon faszinierend diese ewige Weite. Einen tollen Anblick gibt ein einzelner Oryx, der weit in der Ferne in diesem weißen Nichts entlangläuft. Weiter geht es entlang der Etosha Pan. Hier sehen wir eine große Herde Elefanten und zu unserem Glück kommt aus dem Dickicht ein Nashorn gelaufen, dass den Kopf senkt und uns mit dem Horn droht. Toller Anblick, aber natürlich auch beängstigend. An einem weiteren Wasserloch begegnen wir einem Elefanten, der auf uns zugeht und mit den Ohren droht. Vorerst hoffen wir, dass er in den Busch schwenkt, aber er bleibt auf dem Weg und kommt immer näher. Zu Nahe für uns, so dass wir drehen und zurück fahren. Erst ein paar hundert Meter weiter hat er ein Einsehen und verschwindet seitlich in den Büschen. Diverse Elefanten, Giraffen und Löwen später kommen wir zum Fort Namutoni. Hier begeben wir uns wieder in Richtung Westen und sehen eine Menge Giraffen und auch wieder einen Löwen, unseren letzen im Etosha. Damit kommen wir auf grob geschätzte 25 Löwen, was bestimmt eine gute Ausbeute ist. Am letzten Abend in Namutoni bekommen wir noch Besuch von einigen Schakalen IM Camp, die bis fast auf einen Meter an uns heran kommen. Mit lauten Rufen und in die Hände klatschen können wir verhindern, dass sie sich das Essen vom Grill holen. Dennoch sehr widerspenstige Tiere

 

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