22.04.06 - Die Reise geht zurück nach South Africa
Vor dem Camp ist ein kleiner Markt, bei dem man sehr günstig Sachen kaufen, oder gar tauschen kann. Ich werde hier 4 alte T-Shirts, 3 $ US, 1,5 Mio Zimbabwe Dollar und 70 Rand los.
Kleiner Tipp! Tauscht kein Geld in Zimbabwe Dollar, da das Geld nichts wert ist und die Menschen es gar nicht haben wollen (Inflation)! Besser ihr nehmt kleine US $ oder Rand Scheine mit. Damit kommt ihr besser aus! Oder nehmt alte T-Shirts, Wäsche, Handtücher, Getränkedosen (volle natürlich), Zahnpasta usw. mit, damit könnt ihr auch gut bezahlen/tauschen! Ein paar Girls hatten ihre Zimbabwe Dollars nicht ausgeben können, da sie eindeutig zuviel getauscht hatten. Die übrigen ZW $ konnten sie an der Grenze auch nicht mehr zurück tauschen, vielmehr wurden sie von dem Bankangestellten ausgelacht! Er sagt nur: Nehmt doch das Geld mit nach Hause, da könnt ihr es als Klopapier verwenden oder verbrennen.
Die Menschen tauschen lieber Güter, als as eigene Geld zu benutzen. Bei der Einreise in SA müssen wir über Seuchenmatten laufen und werden befragt, ob wir Lebensmittel aus Zimbabwe haben. Wir fragen warum und sie geben uns zur Antwort, dass das Fleisch und Milchprodukte „nicht so gut seien“; sehr diplomatisch! Unser Camp liegt bei Tshipise und es ist der letzte Abend. Aus diesem Grund wollen wir noch einmal schön zusammen grillen. In diesem Camp entspringt eine Quelle mit sehr warmen Wasser. Das Wasser hat eine Temperatur von 58° und erhitzt damit das Wasser des Pools auf ca. 40°. Es ist schon etwas komisch bei knapp 30° Außentemperatur in so einem waren Wasser zu baden, aber es hat etwas. Dabei treffen wir auf einen deutschen Rentner, der in Harare Zimbabwe wohnt. Er erzählt uns etwas über das Leben dort. Z.B. gibt es kaum noch Strom am Tag und wenn, dann immer nur zu verschiedenen Zeiten ein paar Stunden lang. Essen bekommt man nur auf Bezugsscheine und diese wiederum nur über Beziehungen. Ich frage ihn, warum er nicht wegzieht und er antwortet: Wenn er wegzieht, dann kann er sein Haus nur einem Nachbarn schenken, da er es nicht verkaufen kann/darf. Weiße Menschen sieht man fast gar nicht mehr in Zimbabwe und die, die noch da sind haben so gut wie keine Rechte mehr.


