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Der sechste Tag
20.10.: Fahren Richtung Ilkeliani-Camp. Am Talek-River ist der Leopard Chui (Sohn von Bella), aber er ist nur zu erahnen, für ein Foto ist das Buschwerk zu dicht.
Klar, Chui ist ein Kind von Bella – der hat von seiner Mama gelernt, wie man sich vor neugierigen Touris versteckt.
Eine große Löwenguppe mit Nachwuchs liegt unter einem Busch. Wir fahren weiter. Die armen Löwen sind von 10 Autos umzingelt. Das mag ich nicht... wir sehen noch oft genug Löwen, wenn wir alleine sind. Außerdem sind alle am schlafen und haben vollgefressene Bäuche.
Stopp – vor uns, unter einem Baum liegen die drei alten Cheetah-Brüder. Mein Gott, sind die alt geworden. Einem fehlen Zähne, alle sind schmal im Gesicht geworden. Aber alle drei sind wohlgenährt, haben einen kugelrunden Bauch.
Ich sehe mir alle drei genau an. Der Gepard mit der Halswunde – sie ist kaum mehr erkennbar. Frische Haut wächst drüber, keine Entzündung oder ähnliches ist zu sehen. Freue mich... die Ärzte haben gute Arbeit geleistet.
Fahren wieder zu dem kleinen Fluss-Seitenarm in der Hoffnung, den jungen Leoparden wieder zu finden. Hab ich ein Glück!!!
„Peter“ hat ein Impala getötet und schläft jetzt satt und zufrieden im Schatten des Flussbettes. Das restliche Fleisch liegt etwas abseits, von Geiern aber nicht einsichtbar.
Beobachten ihn noch 2 Stunden lang, dann müssen wir ins Camp zurück. Wird langsam dunkel.
Im Camp reden sie nur noch von mir als „Mama Chui“, also Leoparden-Lady. Sage, dass ich vom Herzen her immer Geparde lieben werde, aber die Leo`s sieht man halt so selten. Und traumhaft schöne Tiere sind es ja auch.


