Der zweite Tag
16.10.: Besuche noch schnell Gaby von Sunworld im Office, dann den üblichen Weg zum Supermarkt, Zigaretten und das übliche dort einkaufen und endlich geht es los in meine geliebte Masai-Mara.
Halten auf dem ersten Berg an, ich atme auf – kann die gesamte Mara schon sehen, rieche förmlich die Luft. Ist zwar Einbildung, da laufend stinkende Lastwagen vorbeifahren – aber immerhin, ich sehe, wo ich in den nächsten 4 Stunden (oder länger?) sein werde.
Unterwegs kommt uns eine Fahrzeugkolonne entgegen, mitten drin Präsident Kibaki, der Wahlpropaganda in Narok hinter sich hat (selbstverständlich alle mit Mercedes – der hat ja auch genügend Geld). Jetzt merkt Herr Kibaki mal am eigenen Körper, wie säuisch der Weg von Nairobi in die Mara und zurück ist. Hoffe, er wurde richtig durchgeschüttelt und merkt jeden einzelnen Knochen.
Stellenweise ist die Straße repariert, aber es wird noch lange dauern, bis sie fertig ist. So dünn, wie der Teer aufgetragen wird, dauert es keine 2 Jahre und der Weg ist wie vorher...
Machen Rast in der Mara, haben von Sunworld leckeres Lunchpaket mitbekommen. Ein junger Maasai mit seiner Ziegenherde leistet uns Gesellschaft. Er spricht nur „Ma“, geht aber 3 Jahre zur Schule und lernt Suaheli.
Sehen mitten in der Savanne eine sehr alte Elefantenmama (ca. 60 Jahre alt, keine Stoßzähne mehr) ,mit einem Baby. Hoffentlich lebt sie noch so lange, bis ihr Kind alleine im Leben klar kommt und keine Muttermilch mehr braucht.
Kommen gegen Abend im Mara Bush-Camp an. Viel Personal vom letzten Jahr, was mich freudig begrüßt. Der Camp-Manager Ole Sitima soll ein Maasai sein – ich kann es nicht glauben. Er ist, vorsichtig ausgedrückt, nicht gerade schlank. So sieht also ein Maasai aus, wenn er „normale Nahrung“ zu sich nimmt und gerne Süßes nascht.
Die Zelte sind toll, liebevoll eingerichtet und geräumig.
Erfahre, dass ein natürlicher Schutzwall um das Camp gelegt wurde. Aus verdorrten Büschen und Zweigen, so das kein Hippo oder Löwe mehr rein kann. Wie ich erfahre, war wohl kurz vor meiner Ankunft doch ein Löwe in der Nähe des Küchenzeltes. Auch ein Elefant hat sich nicht abschrecken lassen.
Gerade auf nächtlichen Besuch in Form von Hippos, Löwen, Hyänen hatte ich mich gefreut. Aber natürlich geht die Sicherheit der Menschen vor. Letztes Jahr waren Askaris vom Militär dort und Kinder/Jugendliche durften nicht dort übernachten. Es war ja oft genug eine gefährliche Situation gewesen (sh. mein Bericht vom letzten Jahr).

