Nationalparks und Schutzgebiete in Burkina Faso

In Burkina Faso gibt es vier größere bzw. bekanntere Nationalparks. Dazu gehören die Parks Arli-Nationalpark, der Park Deux Balés, der Kaboré-Tambi-Nationalpark sowie der W-Nationalpark, der teils auch in Benin und Niger liegt.

Burkina Faso - Reisen - Elefant

Der Arli-Nationalpark, oft auch Arly geschrieben, befindet sich im Südosten von Burkina Faso. Hier leben Elefanten, Löwen, Büffel sowie Antilopen, Nilpferde, Krokodile und Warzenschweine. Bekannt ist der Arli-Nationalpark aber auch für seine Landschaft, den in ihm liegen noch echte Galeriewälder, welche in den bewohnten Gebieten von Burkina Faso quasi nicht mehr vorkommen. (Galeriewälder sind Wälder, die sich entlang eines Ufers erstrecken.) Für Touristen ist der Park gut erschlossen, es gibt hier mehrere Lodges, die Touristen zur Verfügung gestellt werden.

Der berühmte Deux Balés-Nationalpark

Interessantes Schauspiel bietet sich dem Besucher, wenn Fulbe-Hirten ihre traditionelle Wanderung mit großen Rinderherden auf einer festgelegten Route durchführen. Angesteuert werden kann der Arli-Nationalpark am besten via des Highways N19 über Diapaga.

Der Deux Balés-Nationalpark liegt zentral im Osten von Burkina Faso auf einer Höhe von etwa 300 Metern. 1937 ursprünglich als forêts classées des Deux Balés gegründet, erhielt er 1967 seinen heutigen Namen und wurde zum Nationalpark erklärt, allerdings ist dies weiterhin nur inoffiziell der Fall – eine besondere Eigenheit dieses Nationalparks: juristisch gesehen existiert er nicht.

Riesige Artenvielfalt der Nationalparks in Burkina Faso

Bekannt ist er neben seiner Tierwelt auch für die Baobab-Bäume, die in ihm wachsen. Etwa 400 Elefanten leben im Nationalpark Deux Balés, womit sie dazu beitragen, Burkina Faso zum größten Elefantenreservoir auf dem Kontinent zu machen. Die vielen Wälder in diesem Nationalpark liegen häufig entlang des Flusses Black Volta.

Der Kaboré-Tambi-Nationalpark wurde 1976 gegründet, liegt zwischen Ouagadougou und der Grenze zu Ghana. Er folgt größtenteils dem Verlauf des Flusses Nazinon. Zu seiner Gründungszeit hieß er noch Pô-Nationalpark, wurde dann später in Kaboré-Tambi-Nationalpark umbenannt, zu Ehren eines Rangers des Parks, der von Wilderern ermordet wurde. In ihm leben hauptsächlich Löwen, Elefanten, Büffel und Paviane, aber natürlich auch zahllose andere Tierarten.

Zudem gibt es in Burkina Faso 5 „teilweise geschützte“ Reservate, je eins in Arly, Pama, Bontioli, Nakéré und in Kourtiagou.

Weiterhin verfügt Burkina Faso auch über geschützte Wälder, diese sind im Einzelnen: der Laba-Wald, der von Deux Balés, von Diéfoula, von Logoniégué, von Koflandé, von Boulon, von Dibon, von Mou, von Dida und jener von Pâ.