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Sicherheit in Benin

Im innerafrikanischen Vergleich ist Benin ein wenig von Kriminalität betroffenes Land, was gleichzeitig nicht bedeutet, dass diese immer nicht noch höher und in aller Regel auch gewalttätiger ist als in mitteleuropäischen Regionen. Besondere Vorsicht sollte spätestens bei Einbruch der Dunkelheit gewahrt werden. Da in Benin immer noch häufig der Strom ausfällt, nutzen Kriminelle diese Situationen häufig zu Überfällen, wenn die Beleuchtung ausfällt oder aus anderen Gründen Konfusion herrscht. Viele Straßen in Benin sind grundsätzlich unbeleuchtet, diese gilt es mit besonderer Vorsicht, falls überhaupt nötig, zu betreten bzw. zu nutzen.

Das in weiten Teilen Afrikas verbreitete „Carjacking“ existiert auch in Benin. Erstmals bekannt wurden Fälle von Carjacking aus Johannesburg in Südafrika zu Beginn der 1990er Jahre, mittlerweile ist dieses Phänomen an vielen Stellen Afrikas bekannt. Der Ausdruck bezieht sich entweder darauf, gleich das gesamte Fahrzeug zu entwenden, während der Besitzer noch an Bord ist, oder Wertsachen von den Insassen eines Pkw (aber auch Bussen) zu fordern. In den letzten Monaten häufen sich die Berichte, dass Carjacking besonders bei teuren Geländewagen durchgeführt wird, was gleichsam nicht bedeutet, dass man in anderen Wagentypen grundsätzlich davor gefeit wäre, Opfer eines Überfalls zu werden.

Neben der Überfallgefahr gibt es auch eine große Unfallgefahr auf den Straßen und Strecken Benins, weshalb das Auswärtige Amt von längeren Fahrten auf der Strecke Cotonou nach Porto Novo abrät. Allgemein gilt für Fahrten in Benin, auch tagsüber, sich stets mit verriegelten Türen zu bewegen.

Das Folgende gilt nicht für alle, aber für viele Teile Afrikas: Schwimmen im Meer ist in Benin aufgrund hoher Strömung immer mit einem größeren Risiko verbunden als man es aus Mitteleuropa gewohnt ist. Gerade wenn man mit der Gegend nicht vertraut ist, sollte von größeren Schwimmausflügen abgesehen werden.

Ein besonderes Risiko stellen die in Benin „Zemidjans“ genannten Motorradtaxen dar. Die Fahrer sind oft schlecht oder gar nicht ausgebildet, die Technik ist veraltet und häufig mit großen Sicherheitsmängeln behaftet. Da die meisten Verkehrstoten in Benin Fahrer und Passagiere dieser Zemidjans sind, wird von Fahrten mit diesem allerdings sehr verbreiteten Verkehrsmittel abgesehen, im äußersten Notfall sollte unbedingt ein Motorradhelm bei einer Fahrt mit einem Zemidjan getragen werden. Dazu kommt, dass im Falle eines Unfalls eine medizinische Versorgung nicht überall in Benin überhaupt gewährleistet ist und falls vorhanden ist sie oftmals nicht ausreichend.

Nicht unwichtig ist es auch, zu wissen, dass man beim Fotografieren insbesondere von religiösen Kultstätten besondere Rücksicht walten lassen sollte. Das Fotografieren von Militäranlagen und Grenzbefestigungen ist gänzlich untersagt.

Der Höchsteinfuhrbetrag für nicht aus Benin stammende Reisende liegt bei 500.000 CFA, umgerechnet etwa 762 Euro. Der Euro selbst darf allerdings in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.

Informationen vom Auswärtigen Amt zur Sicherheit im Benin

Anmerkung: Natürlich sind diese Angaben ohne Gewähr. Es gilt immer, sich selbst beim Auswärtigen Amt über den aktuellen Stand der Sicherheitslage zu informieren.