Angola ist das zweitgrößte Land der Welt, in dem Portugiesisch gesprochen wird. Es liegt im Südwesten Afrikas. Im Westen bildet der Atlantik die natürliche Grenze, im Norden liegt die Demokratische Republik Kongo, im Osten Sambia und im Süden Namibia. Seit 1975 ist das Land unabhängig von der Kolonialmacht Portugals, aber erst im Jahr 2002 ist dort wirklich Ruhe eingekehrt. Der Tourismus entwickelt sich langsam aber stetig.

Warum Angola unbedingt eine Reise wert ist

• Der Tourismus ist ein Wachstumsmarkt in Angola, allerdings strömen die Touristen noch nicht scharenweise in das Land.
• Die Strände an der Atlantikküste sind fast menschenleer, die Natur ist noch weitgehend unberührt. Landschaftliche Highlights sind zum Beispiel die Kalandula-Wasserfälle oder eine Tour auf den erloschenen Vulkan Tunda-Vala.
• Die Hauptstadt Luanda ist eine aufstrebende Metropole, in der der Flair der portugiesischen Kolonialzeit noch deutlich zu spüren ist.
• Der Quiçama Nationalpark bietet seinen Besuchern eine ungewöhnliche Tiervielfalt, von Geparden, Nashörnern, Elefanten, Büffeln bis zu Krokodilen. Diese Tiere können Touristen während einer Safari im Nationalpark in den Grassavannen, Steppen, Flüssen und Mangrovenwäldern beobachten.

Kalandula Falls

• Die angolanische Küche ist stark geprägt von Portugals Küche. Die portugiesischen Spezialitäten Bacalhau und Feijoada stehen auch in Angola auf dem Speiseplan. Dazu gibt es viel Fisch, Meeresfrüchte, scharfe Eintöpfe und Maniok.
• Sehr schlechte Straßen, wilde Vegetation, freilaufende Tiere und teilweise notdürftige Gebäude bedeuten in Angola Abenteuer pur. Das Land verspricht eine sehr individuelle Reise, die von Überraschungen geprägt sein kann.
• Allerdings ist in einigen Gebieten Vorsicht geboten. Es gibt noch Minengebiete, die mit Schildern gekennzeichnet sind. Dort sollten Touristen sich unbedingt an die Sicherheitshinweise halten. Eine hohe Kriminalitätsrate gibt es in Angola jedoch nicht.
• Angolas Einwohner sind freundlich und offen. Sie freuen sich über Touristen, sind sehr gastfreundlich, herzlich und immer zu einem kleinen Plausch bereit.
• In Angola ist es immer warm. Selbst in der kühleren Jahreszeit fallen die Temperaturen selten unter 20° C. In der Regenzeit von April bis Oktober kann es jedoch sehr heiß werden.
Angola ist ein faszinierendes Land, das insbesondere Individualtouristen überraschen kann. Der Angola-Guide bietet weitere Informationen zu Safaris, der Infrastruktur im Land und viele Tipps für Angola-Reisende.

Einreisebestimmungen für deutsche Riesende

Die Einreise ist mit einem Reisepass, mit einem vorläufigen Reisepass möglich und mit dem Kinderreisepass möglich. Wer mit Kindern reist, braucht für jedes Kind einen eigenen Kinderreisepass. Seit 2012 sind die Einträge im Reisepass der Eltern nicht mehr ausreichend. Für die Einreise ist ein Visum zu beantragen. Die Beantragung erfolgt vor der Einreise bei einer angolanischen Auslandsvertretung. Dabei ist auch die Gelbfieberschutzimpfung nachzuweisen. Am internationalen Flughafen von Luanda führen die Behörden sehr strenge Zollkontrollen durch. Die Höchstgrenzen für zollfrei einführbare Dinge zum persönlichen Gebrauch sollten Reisende unbedingt einhalten.

Wie können Reisende in Angola bezahlen?

Nach Angola sollten Reisende vor allem Bargeld mitnehmen, insbesondere wenn die Reise ins Landesinnere geht. Kreditkarten akzeptieren die Geschäfte, Hotels und Restaurants eher selten. Abgesehen von den großen Hotels und großen Supermärkten ist Bargeld das gängige Zahlungsmittel. Auch Barabhebungen mit der VISA-Card – und ausschließlich mit dieser Karte – sind ebenfalls nur an wenigen Orten möglich. Bankautomaten sind auch nicht immer befüllt. US-Dollar-Noten nehmen viele Restaurants und Hotels an und Banken wechseln US-Dollar in die Landeswährung. Reiseschecks kennt kaum jemand und wenn, dann sind die Wechselkurse sehr schlecht. Derzeit entsprechend 100 Kwanza, so heißt die angolanische Währung, 0,57 Euro (Stand Februar 2017). Neben Bargeld und VISA-Karte sind noch andere Dinge bei einer Angola-Reise wichtig. Mit einer entsprechenden Reise-Checkliste ist das Kofferpacken gleich viel einfacher, auch Kleinigkeiten, die sonst leicht in Vergessenheit geraten, finden mithilfe entsprechender Hilfsmittel in den Koffer.

Einige ausgewählte Sehenswürdigkeiten in Angola

Neben dem Quiçama Nationalpark gibt es in Angola noch fünf weitere große Nationalparks, den Cameia Nationalpark, den Iona Nationalpark und die Parks Cangandala, Bicuar und Mupa. Die Wasserfälle von Kalendula oder Duc de Braguance sind wunderschöne Natursehenswürdigkeiten, genauso wie die Meeresgrotten von Morro de Luda. An der Küste liegen paradiesische Strände, an denen Touristen nach Herzenslust schwimmen, tauchen, kiten, surfen oder segeln können.
Die Hauptstadt Luanda zählt zu den bedeutendsten Städten in Afrika. Außerdem ist Luanda die größte Stadt in Angola und mit 5 Millionen Einwohnern auch die bevölkerungsstärkste. Die 440 Jahre lange Geschichte der Stadt ist überall zu sehen. Monumente und Museen verführen die Besucher zu einer Besichtigung. Der Strand lädt zum Entspannen ein. Die Festung San Miguel, die sich ebenfalls in Luanda befindet, ist weithin sichtbar und ein historisches Wahrzeichen der Stadt. Sie entstand im Jahr 1576 und war als massive Verteidigungsanlage gedacht. Dort ist auch ein Armeemuseum untergebracht.

Noch ein paar Tipps zum Schluss – für Sicherheit und Gesundheit

Touristen, die im Auto unterwegs sind, sollten Vorsicht walten lassen und Türen und Fenster verschlossen halten. Empfehlenswert sind Parkplätze, die gut beleuchtet und gut besucht. Auf keinen Fall Wertgegenstände im Auto liegen lassen. Nachts zu Fuß unterwegs zu sein, ist keine gute Idee, auch nicht in der Innenstadt. Wertgegenstände bleiben am besten ganz zu Hause. Wer nicht darauf verzichten möchte, sollte sie zumindest nicht öffentlich zur Schau stellen, sondern sehr diskret tragen, gerade wenn es um wertvollen Schmuck, Accessoires oder die Fotoausrüstung geht. Geld abheben am Automaten ist grundsätzlich möglich, dabei sind Automaten innerhalb von Bankgebäuden zu bevorzugen, am besten während noch viele Menschen unterwegs sind.
Vor der Angola-Reise ist ein Arztbesuch sehr zu empfehlen. Die Gelbfieberimpfung ist Pflicht, hierfür muss der Arzt eine Bescheinigung ausstellen. Weiterhin empfohlen sind Impfungen gegen Hepatitis A und B, Meningokokken, Tetanus, Kinderlähmung, Tollwut und Typhus.