South African Football Association (SAFA) – der südafrikanische Fußballverband
Der südafrikanische Fußballverband SAFA (South African Football Association) wurde erstmals 1882 gegründet und somit lange vor den meisten anderen Fußballverbänden in Afrika. Zu dieser Zeit war er allerdings noch allein der Verband der weißen Spieler. Später benannte sie sich in Football Association of South Africa um. Bei der Gründung des Gesamt-afrikanischen Fußballverbandes CFA (Confédération africaine de football) im Jahre 1957 war die SAFA Grüdungsmitglied, wurde jedoch nach kurzer Zeit wegen der Apartheid ausgeschlossen. Selbiges Schicksal ereilte die SAFA auch in der FIFA, der sie zunächst angehörte. Auch die FIFA schloss die SAFA aus, 1964 war das und selbstredend ebenfalls wegen der von der südafrikanischen Regierung praktizierten Apartheid-Politik. Zunächst wurde der südafrikanische Fußballverband lediglich von der FIFA suspendiert, bis er 1970 schließlich auch formal ausgeschlossen wurde.
Vereinigung der zuvor vier Fußballverbände in Südafrika
Neu gegründet wurde die South African Football Association 1991 nach dem Ende der Apartheid und von da an als Verband aller Fußballspieler in Südafrika, gleich welcher Hautfarbe. Dafür wurden die vier eigenständigen, zuvor existierenden Verbände Football Association of South Africa, South African Soccer Association, South African Soccer Federation und South African National Football Association vereinigt. Nach einem weiteren Jahr wurde die SAFA wieder von der FIFA aufgenommen, und nur einen Monat später fand das erste Länderspiel des neu formierten Fußballverbandes statt — mit Kamerun mit einem afrikanischen Verband als erstem neuen Gegner.
Obwohl der Verband von seiner internen Struktur her viele Ähnlichkeiten zu seinem Vorbild, der englischen FA, aufweist und die heimische erste Liga ebenfalls in Anlehnung an die englische “Premier Soccer League” (PSL) heißt, gibt es auch erstaunliche Unterschiede. So benötigt man für die Teilnahme am regulären Ligabetriebe der SAFA keine Lizenz oder Spielerpass. Deshalb ist die genaue Anzahl der Mitglieder der SAFA auch nicht bekannt. Die SAFA selbst gibt ihre Mitgliederzahl mit 1,8 Millionen an, Schätzungen anderer gehen aber mindestens von der doppelten Anzahl an Jugend-, Frauen- und Herrenspielern aus.
Fußball in Südafrika: teils englisch, teils amerikanisch
Die dritte und vierte Liga teilen sich bereits in regionale Untergruppen auf. Ganz wie in Europa gibt es Auf- und Abstiege zwischen allen Klassen, so dass es möglich ist, von ganz unten bis in die PSL aufzusteigen. Anders als in Europa und eher vergleichbar mit den USA gibt es allerdings sogenannte Franchisen für die einzelnen Teams, die auch verkauft werden können. So kann man sich also durchaus, einen willigen Verkäufer vorausgesetzt, in die erste Liga einkaufen. Dementsprechend gehören die meisten Teams in den oberen Ligen reichen Geschäftsleuten.
Das Exekutiv-Kommitee der SAFA besteht aus 24 Mitgliedern, der Präsident des Exekutiv-Kommitees ist Dr. Molephi Oliphant. Auch Dr. Danny Jordaan, der CEO für die WM 2010 in Südafrika, ist Mitglied dieses Kommitees sowie mit Anastasia Tsichlas und Mato Madlala auch zwei Frauen. Der Sitz der SAFA ist in Johannesburg, es gibt acht Regionalverbände, als da wären: Free State, Eastern Cape, Gauteng, Kwazulu-Natal, Mpumalanga, Limpopo, North West und Western Cape.
Die Webseite der SAFA bietet alle erdenklichen Informationen über ihre Regularien, ihre Mitglieder, ihre Sponsoren, ihre Wettbewerbe und nicht zuletzt natürlich auch einen Sonderteil zur WM 2010 in Südafrika. Und das wichtigste für Interessierte aus Europa: Die SAFA informiert über und organisiert die Vergabe der Tickets für die Fußball-WM 2010 mit. Alles Weitere also auf der Webseite der SAFA, dem südafrikanischen Fußballverband.
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