Auf  dem Senegal entlang strömen

Auf dem Senegal entlang strömen

Nicht der Fluss ist nach dem Land benannt. Nein, das westafrikanische Land Senegal ist nach dem Fluss benannt. Und doch ist natürlich die Landesbezeichnung bekannter als der Name des Flusses. Dabei kann man auf ihm im Zuge einer Reise nach Senegal hervorragend entspannt reisen, besser geht es kaum.

Schließlich sind hier das Klima toll, die meisten Menschen sehr offen und freundlich und dann ist der Senegal selbst eben ein toller Fluss, der gleichzeitig nicht so viel befahren wäre, dass sich hierauf keine Reisetouren für Touristen lohnen würden.

Wenig bekannter, sehr sehenswert und befahrenswerter Fluss Senegal als Reiseziel in Westafrika

Der Grenzfluss zwischen den beiden Staaten Westafrikas, dem Senegal und Mauretanien, ist tatsächlich nämlich so gut wie gar nicht von Schiffen befahren. Zur Zeit verkehrt hier nur ein echtes Schiff regelmäßig, kleinere Boote von Einheimischen kommen hinzu. Es ist die Bou el Mogdad, die Reisende auf dem Senegal aufnimmt und von A nach B bringt. Wobei die gesamte Strecke hier meist von Saint Louis nach Podor und wieder zurück führt.

Das sind 200 Kilometer Strecke auf dem äußerst ruhigen Fluss Senegal mit ebenso ruhiger Landschaft drumherum. Viele Menschen winken den Fahrgästen zu, sie freuen sich auch dann über die Besucher, wenn sie selbst keine Kinder mehr sind und das Schiff schon oft gesehen haben. Diese Atmosphäre der Gastfreundschaft und Offenheit ist typisch bei einem solchen Trip durch den Senegal und auf dem Senegal.

Wenig Schiffsverkehr auf dem Senegal, umso mehr Ruhe

Das Schiff selbst bietet 23 eher einfach gestaltete Kabinen, bei nur 200 Kilometern Fahrt ist deren Qualität aber ohnehin nicht so ausschlaggebend. Früher diente sie hier auf dem Fluss als Postschiff, doch seit 2005 fährt sie wieder Passagiere über den Fluss. Erbaut wurde das Boot übrigens in den Niederlanden. Durchaus in einem kolonial anmutenden Stil, stammt es aber aus dem Jahr 1950 und somit einer Zeit, in der die Kolonialherrschaften ihrem Ende entgegen gingen.

Bei einer solchen Fahrt kann man hervorragend abschalten, gleichzeitig aber auch typisch afrikanische Eindrücke sammeln. Insbesondere der Pelikan-Bestand ist hier riesig. Über 30.000 Exemplare sollen entlang des Flusses leben. Selbstverständlich, dass man da auch einige von ihnen zu Gesicht bekommt. Das hat allerdings noch einen anderen, sehr angenehmen Grund.

Entlang des größten Vogel-Reservates der Welt, des Djoudji-Nationalparks

Top-Begleiterscheinung ist, dass man entlang des Djoudji-Nationalparks reist, wenn man mit der Bou el Mogdad unterwegs ist. Diese rühmt sich zurecht, das größte Vogelreservat der Welt zu sein. Eine unglaubliche Artenvielfalt in der Vogelwelt, welche so nicht annähernd in Europa zu erleben ist, bietet sich dem Besucher dieser Region Westafrikas. Und der eine oder andere Vogel lässt sich auch schon mal auf dem Schiff nieder.

So könnten darunter Flamingos, Störche, Enten, Kraniche, Fischadler oder Ibisse sein, so überwältigend schön ist die Vogelwelt rund um den Fluss Senegal. Im seichten Wasser bewegen sich auch schon mal Krokodile. Ebenfalls kommen hier Tiere vor wie Mangusten, Affen, Schakale und Wasserratten – insgesamt eine ganze Menge Säugetierarten, die oft erst auf den zweiten Blick sichtbar werden.

Ein Top-Tipp für eine Aktivität in Westafrika, an der Grenze zwischen Senegal und Mauretanien.

Creative Commons License photo credit: Jean-Marc Liotier