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Archiv für die Kategorie „WM 2010“




Bafana Bafana suchen neuen Namen

Freitag, 11. Februar 2011

Heißen bald nicht mehr Bafana Bafana - die Spieler von Südafrika

Heißen bald nicht mehr Bafana Bafana - die Spieler von Südafrika

Merkwürdig. Da besitzt das südafrikanische Fußball-Nationalteam schon so einen einprägsamen und durchaus adretten Spitznamen, nämlich “Bafana Bafana”, und dennoch will der südafrikanische Fußballverband nun eine neue Bezeichnung suchen. Verbandschef Danny Jordaan, vielen noch als OK-Chef bei der WM in Südafrika bekannt, sitzt einer dreiköpfigen Kommission vor, die einen anderen Namen für die besten elf Fußballer des Landes sucht.

Hintergrund ist, dass sich ein Geschäftsmann die Rechte an der Bezeichnung “Bafana Bafana” gesichert hatte, und das schon im Jahr 1994. Seitdem profitiert er mit von der Nutzung dieses Namens, im Bereich Merchandising, aber natürlich auch bei der einfachen Nennung. Deshalb nun der Ausweg, eine neue Titulierung zu finden. Diese soll aber nicht von den drei Männern der Kommission selbst gefunden werden, sondern wird nur die Vorschläge “aus dem Volk” aufnehmen und sortieren. Die Nationalmannschaft sei schließlich eine “Sache des ganzen Volkes”, so die Kommission. So viel Folklore muss sein. (weiterlesen …)

Immer noch Minibusse

Samstag, 15. Januar 2011

Noch mal ein kurzer Rückblick auf die WM in Südafrika, bzw. die vermeintlich positiven Auswirkungen auf die Infrastruktur des Landes. Von uns verlinkt, weil es aus einer gänzlich anderen Warte kommt als aus der sportlichen oder wirtschaftlichen. Bei Spiegel Online berichtet die Tanz-Choreografin Constanza Macra von ihrem Projekt, in Südafrika während der WM Tanzveranstaltungen mit und für Einheimische durchzuführen. Das war offensichtlich nicht so einfach: (weiterlesen …)

“Die Zeit der Gaukler ist vorbei”

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Frankfurter Rundschau mit ausführlichem Rückblick

Frankfurter Rundschau mit ausführlichem Rückblick

Wir hatten letztens schon darauf hingewiesen, dass die WM 2010 für Südafrika nicht im Entferntesten das bot, was sich nicht nur das Organisationskommiteee des Landes am Kap davon versprochen hatte: Auch der gemeine Mann auf der Straße ist enttäuscht. Jahreswechsel sind auch immer der Anlass, kurz innezuhalten und noch einmal zurückzuschauen. Die FR macht das ausführlich, und kommt wie vorher schon andere Medien zu keinem guten Schluss.

Es war nicht alles schlecht, und Straßen, Bussysteme und weitere Infrastruktur bleiben den Bürgern Südafrikas natürlich erhalten. Doch die horrenden Summen alleine für nun brach stehende Stadien spielte das Turnier nicht im Entferntesten wieder ein. Da nützt es wenig, wenn Sepp Blatter nun noch einmal 60 Millionen Euro an Geldern für Südafrika nachlegt, vom großen Kuchenstück, das sich die FIFA einverleibte.

Aber alle Details und auch Lesenswertes zur sonstigen südafrikanischen Kultur im Beitrag der Frankfurter Rundschau

Marietta Slomka im Interview über Afrika

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Marietta Slomka im Zeitungs-Interview

Marietta Slomka im Zeitungs-Interview

Am Ende geht es dann zwar doch um etwas Anderes, bis dahin dreht sich das schon etwas ältere, aber lesenswerte Interview mit Marietta Slomka in der Berliner Zeitung um Afrika und die Verhältnisse dort. Auch sie berichtet, wie wir es ebenfalls gerne tun, davon, dass viele positive Dinge gerne übersehen werden, wenn man über Afrika berichtet und es sich häufig auf Armut und Elend beschränkt, obwohl doch auch eine gesunde Mittelschicht in vielen Ländern Afrikas existiere. Und dass nicht überall in Afrika Frauen unterdrückt werden, stellt sie ebenso heraus, wenn sie von ihren Begegnungen mit erfolgreichen Frauen, vor allem in schwarzafrikanischen Ländern, berichtet.

Anlass des Interview war eine Doku, die sie im Zuge der WM 2010 in Südafrika über den Kontinent drehte, und sie wehrt zu Recht den Vorwurf ab, nur wegen der WM über Afrika zu berichten und danach zum nächsten Großereignis weiterzuziehen:

“Sollen wir gar nicht berichten?”

lautet dann auch der Titel des Beitrags in der Berliner Zeitung und ihre angemessene Reaktion.

Hier noch mal der Link zum Interview.

Creative Commons License photo credit: micora

Ghanas Fußballer warten auf WM-Prämien

Freitag, 5. November 2010

Man erinnert sich: Ghana war das einzige afrikanische Land, das bei der WM 2010 in Südafrika die Vorrunde überstand. Also müssten den Spielern auch höhere Prämien zustehen als wenn sie nach drei Vorrundenspielen schon ausgeschieden wären. Allein: Genauso erinnert man sich, dass die Spieler von Togo bei der WM 2006 kurzzeitig in Streik gingen, der deutsche Trainer Otto Pfister eine Zeit lang (ungefähr einen Tag) von seinem Amt zurückgetreten war. Und man sich nur mit großen Mühen einigen konnte. (weiterlesen …)

Die Bilanz der WM in Südafrika

Montag, 4. Oktober 2010

Teure Stadien, großes Minus. Die WM hat sich für Südafrika nicht rentiert.

Teure Stadien, großes Minus. Die WM hat sich für Südafrika nicht rentiert.

Wie nicht anders zu erwarten war, ist nahezu nichts von dem eingetreten, was die große und mächtige, aber leider immer nur schwer erkennbar zynische FIFA dem Land Südafrika vor der und von der Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft versprochen hatte. Dieses Fazit einer genaueren Betrachtung der Bilanz des neben Olympia größten Sportereignisses der Welt darf man gerne vorwegnehmen, bevor man sich den einzelnen Punkten widmet.

Wen wundert’s? Schon 1990 in Italien, und das war noch weit vor der Durchkommerzialisierung des Turniers seitens der FIFA, musste das Ausrichterland ordentlich draufzahlen. Und das, obwohl Italien a) ein ausgewiesenes Fußballland ist, b) die meisten Stadien frisch renoviert waren und c) das Land innerhalb des Zentrums der Fußballwelt, Europa nämlich, reisetechnisch ziemlich günstig gelegen ist.

Warum also sollte die WM in einem Land wie Südafrika, für das nur b), nicht aber a) und c) zutreffen, anders aussehen? Und Schuld an der desaströsen Bilanz ist nicht einmal die vergleichsweise schlechte Auslastung der Stadien. Die Ticket-Einnahmen spielen ohnehin nicht mehr die wichtigste Rolle im Budget dieser Veranstaltung.

Aber widmen wir uns den problematischen Aspekten en detail: (weiterlesen …)

Amateurs in Africa

Montag, 20. September 2010

Wenn einer eine Reise tut...

Wenn einer eine Reise tut...

Mal wieder ein kleiner Linktipp zum Thema Afrika: Zwei echte Amateure, zwei echte, australische Amateure fahren nach Afrika und haben dabei ungefähr gar nix vorbereitet. Kein Geld, keine Reiseroute, kein Job. Dass sie trotzdem heil ankommen (bei der WM in Südafrika) und dabei auch noch bloggen können, beweisen die Inhalte ihrer Webseite http://www.amateursinafrica.com/. Podcast, Bilder, Videos und lange Berichte sind dabei. Während wir gerade an den Berichten zur Sicherheitslage in Afrika arbeiten und dabei auf so manche Gefahren stoßen, an die wir nicht mal im Ansatz gedacht hätten, machen sich diese beiden Australier da nicht viel draus und reisen einfach so drauf los. Und wie man sieht, ohne, dass ihnen etwas zustößt. Mit viel Liebe zum Leben und zum Reisen haben sie es geschafft, ihrem Leben etwas hinzuzufügen, was wohl nicht viele von sich behaupten können: einen halben Kontinent ohne Geld in der Tasche bereist zu haben.

Verrückt, diese Australier.

Go South Africa!

Samstag, 11. September 2010

Noch mal ein WM-Nachklapp. Denn dieser Spot wurde vor der WM in Südafrika veröffentlicht. Und beschäftigt sich, wenn auch etwas plakativ, mit der Rassismus-Problematik und der Tatsache, dass Fußball ein Sport ist, den man, wenn auch gegeneinander, nur zusammen spielen kann. Gerade so, wie es zwischen Schwarz und Weiß sein sollte.

Wäre doch zu schade, wenn man den verpasst hätte, trotz der Tatsache, dass die WM heute vor 2 Monaten schon zu Ende ging. Leider.

Puma-Werbung für Afrika: Journey of 2010

Mittwoch, 8. September 2010

Okay, die war natürlich vor allem vor der WM 2010 in Südafrika interessant, als man noch hoffen durfte, dass die afrikanischen Teilnehmer Elfenbeinküste, Kamerun, Ghana, Südafrika, Algerien und Nigeria besser abschneiden würden, als sie es schließlich taten. Ghana erreichte zwar immerhin das Viertelfinale, doch alle anderen Teams schieden schon in der Vorrunde aus.

Dabei hätte es gerade aus afrikanischer Sicht ein so schönes (Fußball-)Fest werden können, und sollte zudem so etwas wie der endgültige Durchbruch der afrikanischen Mannschaften im Fußball sein.



Das hat leider nicht geklappt und man sieht mal wieder: die Realität ist nicht so wie in der Werbung.

Trotzdem schöner Spot von Puma.

Vuvuzelas im französischen Einsatz

Montag, 6. September 2010

Wie der Spiegel berichtet, haben die Franzosen eine wunderbare neue Einsatzmethode für die Vuvuzela entdeckt: Als lärmendes Utensil, mit dem man bei einer Demo auf seine Interessen aufmerksam macht. Dem Dröhnen der Vuvuzela kann man sich schließlich nicht entziehen, wie wir seit diesem Sommer wissen.

Nun als in Frankreich. Es geht dabei um Protest gegen eine Rentenreform, die in Frankreich gerade eingeführt werden soll. Die traditionell den Protest, ausgefallen Methoden bei Demos und den Widerstand liebenden Franzosen wollen dabei auch eine Vielzahl von Vuvuzelas einsetzen. Sarkozy wird das kaum Überhören können, und so halten die Vuvuzelas auch Einzug in die europäische Kultur.

Wer auch noch eine Vuvuzela braucht, kann sie hier kaufen.










  
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