Ruanda: Berggorillas werden jetzt mit Handys versorgt
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Ruanda: Berggorillas werden jetzt mit Handys versorgt

6. Juni 2012


Besser auf den Dschungel abgestimmte Handys

Besser auf den Dschungel abgestimmte Handys

In Ruanda leben nur noch etwa 780 Berggorillas, die letzten ihrer Art. Vor wenigen Monaten waren es noch 800 Exemplare, die Art ist stark in ihrem Überleben bedroht. Wie allzu oft ist dies die Folge menschlichen Handelns. Bürgerkriege und Besiedlung der ursprünglichen Lebensräume der Berggorillas haben zur Folge, dass selbst die lebenden Berggorillas oft gestresst und damit gesundheitlich angeschlagen sind.

Neben dem allgemeinen Bestreben, die Population wieder anwachsen zu lassen (wobei übrigens Touren zu den Berggorillas, die eine Stunde umfassen und für 750 Dollar für den guten Zweck zu haben sind, eine gute Hilfe sind — neben dem eigenen Erlebnis), kümmert sich eine Schar an “Gorilla-Doktoren” auch um die medizinische Versorgung der Kranken unter den Berggorillas.

Die gerne auch “Silberrücken” genannten Tiere nehmen in den allermeisten Fällen die Hilfe von den Veterinären an. Um diese, die Tierärtze, weiter zu unterstützen und effizienter arbeiten lassen zu können, wurden jetzt sogar spezielle Gorilla-Handys entwickelt. Die Gorilla Doctors, wie sie wirklich genannt werden, können damit zuverlässiger arbeiten. Die Anforderungen an technische Geräte für den Einsatz im Dschungel sind naturgemäß höher als im Alltag einer Großstadt.

Die ständige Feuchtigkeit beansprucht die Geräte und führt zu hohen Ausfallraten. Im Umgang mit den Tieren werden die Displays schneller zerkratzt. All diesem tragen die besonders dafür ausgerüsteten Geräte Rechnung. Die Gorilla Doctors sind happy über die neuen Möglichkeiten des Einsatzes mit ihren robusteren Geräten, den Gorillas wird es ganz kurzfristig ebenfalls nutzen. Direkt, durch bessere Versorgung durch die Ärtze.

Und indirekt durch einen Effekt, der sich ebenfalls in den neuen Handies begründet. Denn diese verfügen über eine viel bessere Kamera, was die Gorilla Doctors in die Lage versetzt, wesentlich bessere Fotos und Videos von ihren Pflegekindern zu erstellen. Diese besseren Dokumente ihrer Arbeit wiederum werden die angeschlossenen Organisationen nutzen, um mehr Spendengelder für das Tun der Gorilla Doctors aufzutreiben — und so zum langfristigen Überleben der Berggorillas beizutragen.

Creative Commons License photo credit: __Wichid__




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