Nairobi will endlich zur Ruhe kommen

Nairobi will endlich zur Ruhe kommen

In Kenia, das 2007 von politischen Unruhen erschüttert wurde, werden im Jahr 2013 die nächsten Präsidenten- und Parlamentswahlen stattfinden. Das verlautbarte jetzt aus der Wahlkomission des Landes, die ihren Sitz in der Hauptstadt Nairobi hat. Gewählt wird am 4. März 2013.

Wie in so vielen afrikanischen Ländern hatten sich nach der Wahl 2007 beide Hauptkonkurrenten zum Gewinner und damit zum aus ihrer Sicht legitimen Gewinner der Wahl erklärt. Einer von diesen beiden war auch der heutige Präsident Raila Odinga.

Im Anschluss an diese politischen Wirren gab es auch tatsächliche, als dann die Bevölkerung auf der Straße revoltierte und bei Unruhen über 1.000 Menschen zu Tode kamen sowie etliche Hunderttausende zu Flüchtlingen gemacht wurden. Erst auf großen internationalen Druck hin wurde eine Lösung in der Frage des regierenden Präsidenten gefunden.

Die Spannungen in dem Traumland vieler Afrika-Urlauber sind damit allerdings nicht vollständig beendet, sondern flammen immer wieder mal auf. Natürlich besteht dennoch die große Hoffnung, dass die Wahlen 2013 friedlich über die Bühne gehen werden.

38 Millionen Menschen leben in Kenia, das seit Dezember 1963 unabhängig von Großbritannien ist. Die Staatsform des ostafrikanischen Landes ist eine Präsidialrepublik.

Trotz dieser in vieler Hinsicht problematischen politischen Situation in Kenia ist das Land weiterhin als Urlaubsland, insbesondere für Safaris und damit einhergehende Kontakte zu den “Big Five” Afrikas, überaus beliebt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass alle Beteiligten wissen, dass der Tourismus eine extrem schützenswerte Einnahmequelle für das Land ist, und sich Unruhen meist in den Städten abspielen, während dort, wo die Safaris durchgeführt werden, davon nichts zu spüren ist und die Lage an sich sicher bleibt.

Creative Commons License photo credit: Wajahat Mahmood (out of touch for a while)