Hier wird Asamoah Gyan noch gefeiert

Hier wird Asamoah Gyan noch gefeiert

Während des Afrika-Cups 2012 in Gabun und Äquatorial-Guinea Anfang des Jahres verschoss er einen wichtigen Elfmeter, zuvor war ihm dasselbe bereits im Viertelfinale der WM 2010 in Südafrika widerfahren. Jetzt nimmt er sich eine Auszeit vom Länderfußball. Asamoah Gyan war der Unglücksrabe in der Fußball-Nationalmannschaft von Ghana, fürs Erste kann er nicht für mehr Unglück sorgen, weil er erstmal nicht mehr für sein Land aufläuft.

Er sei psychisch fertig, mental sei es zu hart für ihn gewesen, gleich zwei Mal in so wichtigen Spielen für sein Land vom Elfmeterpunkt zu scheitern, ließ er die Presse und nicht zuletzt die Öffentlichkeit in Ghana wissen. Wie die modernen Zeiten so sind, nutzte Asamoah Gyan für diese Mitteilung über seinen Zustand und seine Auszeit einen der neuen Kanäle: Er kommunizierte über Twitter.

Mental ausgelaugt von den beiden Enttäuschungen

Geboren wurde er in Ghanas Hauptstadt Accra, kickt Asamoah Gyan mittlerweile für einen Klub in den Vereinigen Arabischen Emiraten, gehört also zumindest nach diesem Kriterium nicht ganz zur Weltspitze im Fußball, auch wenn sein voriger Verein noch Sunderland in der englischen Premier League war. Für seine Nationalmannschaft gilt das allerdings sehr wohl: Unter den letzten 8 bei der WM, unter den letzten 4 beim Afrika-Cup, viel besser geht es kaum und viel besser war auch noch nie eine afrikanische Mannschaft. Auf den ersten Halbfinalteilnehmer vom Schwarzen Kontinent bei einer WM wartet man seit Einführung der Weltmeisterschaft 1930 vergeblich. Zumindest Asamoah Gyan wird daran erstmal auch nichts ändern.

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