Mali: Tuareg-Söldner kehren aus Libyen zurück und kämpfen
8. Februar 2012| Tweet |
“Freiheitskämpfer” liefern sich Gefechte mit Regierungsmilizen, etliche Menschen der Zivilbevölkerung sind in Mali auf der Flucht. Auch Staatsfläche von Nigeria, von Niger, von Burkina Faso und von Algerien ist betroffen. Am heftigsten sind die Kämpfe und deren Auswirkungen allerdings in Mali, besonders in der Region Timbuktu, in der Anfang des Jahres mehr als 20 Menschen ihr Leben bei diesen Kämpfen ließen.
Auch international sorgte diese Rückkehr der Söldner und das Wiederaufflammen von Kämpfen rund um die Sahara für Besorgnis. Die Kämpfer hätten insbesondere mit den guten, neuen Waffen neue Kampfmoral geschöpft. Die Zahl der Flüchtlinge in der Region wird auf über 10.000 beziffert.
Der Kampf der Tuareg ist allerdings keine Entwicklung jüngerer Vergangenheit, sie kämpfen schon seit der Unabhängigkeit Malis darum, ihren eigenen Staat gründen zu können, somit seit über 50 Jahren. Aktuell sehen sie mit der Verstärkung ihrer Truppen neue und bessere Gelegenheiten, diesen Wunsch auch in die Realität umzusetzen.
Zur Zeit ist keine einheitliche Strategie bekannt, mit der man diesem Unwesen begegnen will, denn viele Tuareg sind gerade weil ihre Tätigkeit in Libyen zu Ende gegangen ist, zu allem bereit.
photo credit: Carsten Lorentzen
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Schlagworte: Ghaddafi, Libyen, Mali, Söldner, Timbuktu, Tuareg, Unabhängigkeit, Waffen




