Bono mahnt Bundesregierung
24. Januar 2012| Tweet |
Der Zeitpunkt ist ebenfalls gut gewählt: Jetzte gerade beginnen im Bundestag die Verhandlungen über den Haushalt für das Jahr 2013. Klar, dass dazu auch die Frage zählt, wie viel Geld für Entwicklungshilfe zur Verfügung gestellt werden kann. Bono, bekanntermaßen Sänger von U2, mahnt die Bundesregierung, auch in Zeiten wirtschaftlicher Rezession und Eurokrise, nicht an jenen Geldern zu sparen, die Leben in Afrika (und anderen Regionen) sichern helfen. Auch in Großbritannien werde gespart, man verzichte aber dort aufs Sparen, wo es um Menschenleben gehe.
Wichtige Aufgaben wie die Malaria-Vorsorge, HIV-Bekämpfung und nicht zuletzt die Versorgung mit ausreichend Lebensmitteln könne kein Bereich sein, in dem man den Rotstift ansetze. Da hat Bono zweifelsohne Recht.
Interessant ist auch, was er selbst als das größte Problem ansieht. Nicht die Generierung von Geldern oder deren Verteilung. Sondern dass die betroffenen Leute so wenig informiert seien. Die Steuerzahler im Norden, deren Gelder in den Süden gingen, hätten keine Ahnung, was in diesem Zusammenhang überhaupt passiere. Und die Empfänger im Süden hätten ebenso meist keinen blassen Schimmer, woher die Gelder, mit denen sie unterstützt werden, überhaupt kämen.
Bono ist Mitgründer der Gesellschaft ONE, die sich um die Einhaltung der Zusagen der Spenden durch die Entwicklungsländer kümmert. Dass er dann einen solchen Termin wie er gerade im Bundestag ansteht nutzt, um sich Gehör zu verschaffen, ist mehr als legitim.
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Schlagworte: Bono, Bundesregierung, Deutschland, Entwicklungshilfe, Eurokrise, Finanzkrise, HIV, Irland, Lebensmittel, Malaria, Niederlande, Wirtschaftskrise




