Nobelpreisträgerin Sirleaf als Liberias Präsidentin wiedergewählt
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Nobelpreisträgerin Sirleaf als Liberias Präsidentin wiedergewählt

20. Januar 2012

Bleibt Präsidentin: Ellen Johnson Sirleaf

Bleibt Präsidentin: Ellen Johnson Sirleaf

Am Montag leistete sie den Amtseid in der Hauptstadt Liberia, nun beginnt Ellen Johnson Sirleaf als Präsidentin des westafrikanischen Staats Liberia ihre zweite Amtszeit. Ihre erste hatte sie 2006 begonnen, erfolgreich, wie viele Beobachter meinen. Als Siegerin der Stichwahl im Oktober mit über 90 Prozent der Voten erhielt sie nun die Gelegenheit, eine zweite Amtszeit anzufügen. Mehrere Präsidenten anderer afrikanischer Länder waren anwesend, als die 2011 mit dem Friedensnobelpreis geehrte Dame den Schwur leistete. Die immerhin schon 73-Jährige ist die erste Frau in Afrika, die durch eine Wahl zur Staatschefin wurde. Anders als die meisten Liberianer besitzt sie keine afro-amerikanischen Vorfahren, im Gegenteil war ihr Großvater mütterlicherseits sogar Deutscher.

Ihre Wahl ist durchaus als Lohn für ihre jahrelangen Bemühungen um das Land zu verstehen, welche auch das Nobel-Kommitee in Schweden ähnlich positiv bewertete wie die Wähler Liberias. Bis 2003 hatte in Liberia Bürgerkrieg geherrscht. Ellen Johnson Sirleafs Anstrengungen, diesen endgültig zu beenden und die Nachwirkungen der Auseinandersetzung zu mildern, fanden weltweite Anerkennung. Trotz 200.000 Toter und etwa 1 Million in jener Zeit Vertriebener bewegt sich Liberia nicht zuletzt wegen ihrer Arbeit auf einem guten Weg zu mehr Stabilität, wie sie auch in Westafrika nicht unbedingt selbstverstädnlich ist.

Erste gewählte Frau als Staatsoberhaupt in ganz Afrika

Die erste Stichwahl gegen den Ex-Weltfußballer George Weah hatte sie 2005 gewonnen, von ihm reklamierte Unregelmäßigkeiten bei jener Wahl konnten nie bestätigt werden. Die wichtigsten Aspekte der Arbeit von Ellen Johnson Sirleaf in dem knapp 3,5 Millionen zählenden Staat dürften der Kampf gegen Korruption, die Umstrukturierung der Polizei und eine allgemeine, weitere Stärkung eines funktionierenden Staates sein.

Creative Commons License photo credit: Center for Global Development (CGD)


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