Neue Stadien in Afrika
Touring-Afrika.de - ReiseführerTouring-Afrika.de - Reisen
   
 

 

 


Neue Stadien in Afrika

19. Januar 2012

Stadion in Ndola

Stadion in Ndola

In Südafrika hat man mittlerweile satt und genug Stadien, von denen man bei den meisten gar nicht weiß, was man damit anfangen soll. In anderen Ländern südlich der Sahara fehlt es wohl noch an vielen Orten an “modernen Stadien”. Diese sind insofern kein übertriebener Luxus, als moderne Stadien zwar sehr teuer sein mögen und man sicher das Geld auch an anderer Stelle einsetzen könnte. Ob sinnvoller oder nicht, wer vermag das zu entscheiden. Denn die Stadien modernerer Prägung bieten eins, was alte Stadien — nicht nur in Afrika, sondern überall auf der Welt — nicht bieten können: Sicherheit.

Die Sicherheit der Zuschauer, insbesondere bei hohem Zuschaueraufkommen, kann angesichts des Umstandes, das sich auch zuletzt noch und immer wieder Unglücksfälle mit etlichen Toten auf dem Schwarzen Kontinent ereignen, nicht geringgeschätzt werden.

Genauso wenig kann man ignorieren, dass in Afrika nun mal wie in jedem anderen Land auch das Bedürfnis besteht, zu von vielen Leuten gesehenen Sportveranstaltungen zu gehen und dafür benötigt man nun mal derartige Stadien. Selbst wenn man annimmt, dass diese Stadien höchst selten nur voll ausgelastet sind und die meiste Zeit ihrer Exitenz nur einige wenige Tausend Zuschauer sich in ihm verlieren: Wer wäre man, zu entscheiden, dass in Afrika keine sicheren Stadien stehen sollten, die das Leben und die körperliche Unversehrtheit seiner Besucher garantiert?

Aus diesem Grund stellen wir heute zwei Stadien vor, die gerade in Afrika entstehen bzw. entstanden sind. Einmal in Sambia, einmal in Gabun, wo in diesem Jahr der Afrika-Cup stattfindet, der quasi direkt vor der Haustür steht (Beginn ist am 21. Januar, also am kommenden Samstag).

New Ndola Stadium in Sambia

In Sambia hat man das New Ndola Stadium gebaut, das in Ndola steht, der drittgrößten Stadt des südlichen Afrikas. Das Stadion fasst 40.100 Zuschauer und ist ein Multifunktionsstadion, es gibt also neben einem Feld für Fußball und andere Mannschaftssportarten auch eine Leichtathletikbahn mit 8 Kunststoffbahnen. Erbaut wurde es — daran wird man sich gewöhnen müssen — mit chinesischer Unterstützung.

Sambia möchte übrigens gerne den Afrika-Cup 2019 austragen, da macht es sich natürlich außerordentlich gut, wenn man ein solches Stadion schon mal fertig gebaut hat. Die üblichen Verzögerungen vor der Eröffnung gab es zwar ebenfalls, aber das stört ja nach der Eröffnung niemanden mehr. In Lusaka und Livingstone werden dementsprechend ebenfalls neue Stadien geplant und wahrscheinlich auch gebaut.

Stade d’Angondje in Libreville

Für den kommenden Afrika-Cup hat mn das Stade d’Angondje in Libreville erbauen lassen, in dem das Finale des Afrika-Cups 2012 stattfinden soll. Das erste Bild des Stadions zeigt allerdings noch nur den Entwurf, die Bilder weiter unten zeigen das fast fertige Stadion. Ebenfalls 40.000 Zuschauer wird dieses Stadion fassen, was für einen Finalort des Afrika-Cups ein wenig bescheiden wirkt.

Allerdings ist der Afrika-Cup in Gabun und Äquatorial-Guinea (dem reichsten Land südlich der Sahara) die erste derartige Großveranstaltung. Insofern ist es sinnvoll, nicht gleich in die megalomanen Vollen zu gehen und einen Klotz in die Landschaft zu setzen, der dann später nicht mehr genutzt wird. Zwei Stadien wird es in Gabun und zwei Stadien in Äquatorial-Guinea geben, die für den Afrika-Cup genutzt werden.


Das könnte auch interessieren:

» Olympia 2012: Im Fußball vier Teams aus Afrika dabei
» Senegal bucht letztes Ticket im Fußball für Olympia 2012
» Afrika: Kontinent (fast) ohne McDonald's
» Ghana: Nationalmannschaft entlässt Trainer Stevanovic
» Niger entlässt Trainer Harouna Doula

Schlagworte: , , , , , , ,

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL

Hinterlasse einen Kommentar










  
Touring-Afrika auf Facebook