Er (oder sie) gehört auch zur Afrotheria - ohne es zu ahnen

Er (oder sie) gehört auch zur Afrotheria - ohne es zu ahnen

Selten genug, begeben wir uns heute für eine kurze Zeit mal wieder auf die Schulbank. Wir lernen einen neuen Begriff. Welcher wiederum aus dem Bereich der Biologie stammt. Und auch wenn man bei Afrika und allem, was gemeinhin damit verbunden wird, sehr viel mit Biologie zu tun hat, so ist dieser Begriff der “Afrotheria” doch noch sehr unbekannt. Das ist auch nicht weiter schlimm, man würde eine Reise in den Teil Afrikas südlich der Sahara genauso genießen können, wenn man den Begriff “Afrotheria” nicht kennen würde. Aber wenn man schon mal dabei ist, sich mit dem Thema Afrika und eventuellen Reisen nach Afrika zu beschäftigen, kann man den Blick und die Gedanken auch kurz auf den Begriff “Afrotheria” richten.

Denn die “Afrotheria” beschreibt eine Überordnung der Unterklasse der “höheren Säugetiere”. Soweit noch alles klar, ja? Gut. Denn so kompliziert, wie es sich anhört, ist es gar nicht. Zur Afrotheria gehören zum Beispiel Erdferkel, Seekühe, Elefanten, da sind die Übereinstimmungen doch augenfällig. Wie? Auch das nicht.

Nun gut, keine Panik, uns ging es genauso. Was sollen Erdferkel mit Elefanten mit Seekühen gemeinsam haben? Ihnen allen gemein ist die selbe — heute wie gemerkt kaum noch sichtbare — stammesgeschichtliche Abstammung. Diese ist natürlich uralt, denn als Elefanten und Erdferkel noch gemeinsame Vorfahren hatten, das sieht man, das muss ziemlich lange her gewesen sein.

Wie lange genau verrät uns die Wissenschaft noch nicht, dafür wissen wir aber, dass die Afrotheria etwa 80 verschiedene Arten umfasst. 80 verschiedene Arten, welche (bis auf ganz wenige Ausnahmen) auch heute noch ausschließlich in Afrika aufhalten. Wer also in Afrika auf Safari geht, wird ziemlich sicher zumindest einen Vertreter der Afrotheria auf seinen Filme bannen — ob nun einen sehr großen oder einen sehr kleinen.

Creative Commons License photo credit: Jenny Varley