Filmtipp: “Himmel über der Wüste”
28. Dezember 2011| Tweet |
Im Verlauf der Wirrungen der Reise wird das Verhältnis der drei untereinander immer komplizierter, denn — man ahnt es schon — auch die Liebe, zumindest körperliche, kommt dazwischen. Port wird schließlich von einem “heimtückischen” Fieber dahingerafft, später reist Kit alleine weiter und verliebt sich in einen Beduinen, der Kit vor seinen anderen Frauen versteckt hält und eine intensive Liebesbeziehung führt. Als sie entdeckt wird, flieht sie und kehrt nach Tanger zurück.
Das Werk wird als Allegorie auf die Suche nach dem Sinn gesehen, ein Versuch, der Leere zu entkommen. Dabei dient die Wüste mit ihrer Macht und ihrer Wucht als ideale, weil unbelebte Projektionsfläche. Einerseits steht sie stellvertretend für die Leere ihrer Besucher (in diesem Film), andererseits bedeutet sie die Reise ins eigene Ich. In jedem Fall eine Geschichte, die vielerlei Interpretationen zulässt, von der Befreiung der eigenen Sexualität bis zur Begegnung mit existenzieller Angst.
Entstanden ist der Film nach einem Roman von Paul Bowles aus dem Jahr 1949, erst 1990 wurde die Geschichte filmisch von Bernardo Bertolucci umgesetzt. Die Kritiken waren nicht einheitlich, doch war man sich immerhin darin einig, dass der Film wunderschöne Landschaften und Bilder bietet.
Wie immer der Service dazu, wenn es denn frei verfügbar ist: Der Trailer zum Film, auf dass man sich ein Stück weit selbst von der Faszination der Bilder überzeugen mag.
Das könnte auch interessieren:
» Sarkozy macht Urlaub in Marokko
» Olympia 2012: Im Fußball vier Teams aus Afrika dabei
» Marokko: "Exit Marrakech" wird mit Starbesetzung gedreht
» Interview: Der Macher von "The Ambassador"
» Bilder aus dem modernen Marokko
Schlagworte: Bernardo Bertolucci, Campbell Scott, Debra Winger, Himmel über der Wüste, John Malkovich, Nordafrika, Paul Bowles, Tanger




