Berühmte Afrikaner: Kirsty Coventry
Touring-Afrika.de - ReiseführerTouring-Afrika.de - Reisen
   
 

 

 


Berühmte Afrikaner: Kirsty Coventry

20. Dezember 2011

Leistungsschwimmer müssen viele einsame Trainingsstunden im Becken verbringen

Leistungsschwimmer müssen viele einsame Trainingsstunden im Becken verbringen

Zugegeben, ganz so berühmt ist die heute von uns vorgestellte Person nicht, aber genau dazu dient dieser Beitrag ja: Afrikaner vorzustellen, die nicht ganz so bekannt sind, aber Einiges geleistet haben, so dass sie es verdienten, bekannter zu sein.

Die Dame, über die wir heute lernen, dass sie aus Afrika, aus Simbabwe sogar kommt, heißt Kirsty Coventry, und war Schwimmerin. Zwar erhielt sie den Großteil ihrer schwimmerischen Ausbildung durch den Wechsel von Simbabwe in die USA, welcher ihr als englischer Muttersprachlerin nicht allzu schwer gefallen zu sein dürfte. Doch bei den Olympischen Spielen trat sie weiterhin für ihr Geburtsland ab, hatte sie dessen Staatbürgerschaft doch ohnehin nicht abgelegt.

So gewann sie 2004 in Athen und 2008 in Peking jeweils die Goldmedaille über 200m Rücken, dazu vier silberne und eine Bronzemedaille. Bei weiteren Wettkämpfen wie Weltmeisterschaften oder Kurzbahnweltmeisterschaften gewann sie etliche weitere Titel. Am beeindruckendsten ist sicher ihre Bilanz der Panafrikanischen Spiele 2007 in Algier, bei denen sie nicht weniger als 7 Goldmedaillen gewann, darunter auch in Disziplinen, die sonst nicht zu ihren Stärken gehören. Sicher ein Indiz dafür, dass das Leistungsschwimmen in Afrika nicht ganz so verbreitet ist wie in den USA oder in Europa. Bei den Panafrikanischen Spielen 2011 in Maputo gewann Kirsty Coventry immerhin noch drei weitere Goldmedaillen.

Geboren wurde sie in Simbabwes Hauptstadt Harare im Jahr 1988, was bedeutet, dass sie sicher noch einige erfolgreiche Schwimmerinnenjahre vor sich hat, auch wenn man heutzutage im Leistungssport schneller zum alten Eisen zählt, als man bis drei zählen kann. Dass sie von Simbabwes äußerst umstrittenen Präsidenten 100.000 Dollar Preisgeld für ihre Leistungen bei Olympia 2008 annahm, wirft kein allzu gutes Licht auf Kirsty Coventry. Zu ihrer Verteidigung muss man allerdings einwerfen, dass die wenigsten Sportler sich sonderlich für Politik interessieren.

Creative Commons License photo credit: Alexander Kachkaev


Das könnte auch interessieren:

» Simbabw: Robert Mugabe ringt mit dem Tod
» Nützliche Listen: Afrikas Länder nach dem Zeitpunkt ihrer Unabhängigkeit
» Wilderei in Südafrika auf Rekordhoch
» European Outdoor Film: Kadoma
» Erdmännchen — wer liebt sie nicht?

Schlagworte: , , , , , , , , , ,

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL

Hinterlasse einen Kommentar










  
Touring-Afrika auf Facebook