Die Dogon haben ihre eigene Meinung über die Weißen
13. Dezember 2011| Tweet |
Da geht es um die Riten bei der Beschneidung der 12- bis 14-jährigen Jungs, es geht um das Recht, erst nach dieser Beschneidung eigene, furchterregene Masken zu schnitzen und es geht auch darum, wie die Dogon ihre Geschichte tradieren: Sie haben nämlich keine Schrift, weshalb sie alles aufmalen. Von den aufgemalten Ereignissen sind noch viele erhalten. Diese erzählen interessante Aspekte des früheren Lebens, allerdings muss man sie sich von den Dogon erklären lassen.
Dann ist einmal Unabhängigkeitstag in Mali, die Leute tanzen, bzw. genauer gesagt tanzen die Männer, denn die Frauen müssen sich auch hier weiterhin abseits halten. Dazu kommt zelebrierter Ahnenkult: Den Toten wird 30 Monate nach ihrem Tod ebenfalls ein Tanz spendiert, damit ihre Seele frei werden kann. Und eigentlich sind die islamisierten Dogon Animisten. Davon ist noch recht viel übrig geblieben im kulturellen Alltag der Dogon. Opfer an die Ahnen, vom Wahrsager angeordnet, stehen hier auf der Tagesordnung.
Trotzdem soll hier der Tourismus gefördert werden, denn viel anderes an Einkünften bleibt den Dogon nicht. Es herrscht Landflucht, wer gut ausgebildet werden will, muss sogar woanders hin. Doch die Dogon wollen ihre eigene Kultur bewahren und keine islamische oder westliche geprägte schlechte Kopie ihrer Vorfahren sein.
Was sie alles genau bewahren wollen, verrät der wirklich lesenswerte und ausführliche Beitrag vom Deutschlandfunk bei den Dogon.
Das könnte auch interessieren:
» Bestes Entdecker-Blog für Namibia: Touring-Afrika.de!
» Komoren: Flüchtlingsboot gesunken, viele Menschen gerettet
» Mali: Proteste gegen Übergangsregierung
» Mit Ben Stiller: "Madagascar 3" feiert Premiere in Cannes
» Wie verhält man sich im Restaurant in Südafrika?
Schlagworte: Architektur, Beschneidung, Deutschlandfunk, Dogon, Kultur, Landflucht, Mali, Masken, Weiße




