Teuerste Stadt der Welt liegt in Angola
29. November 2011| Tweet |
Bezahlt man für ein durchschnittliches Apartment in New York vielleicht 5.000 Dollar im Monat, so sind es in Luanda 15.000. Wie kann das sein, wenn doch weite Teile der Bevölkerung von Angola, und natürlich auch von Luanda, bettelarm sind?
Leisten können sich diese horrenden Preise nur die wenigsten Angolaner, die reichen Bonzen — und die vielen Ausländer, die die Ölförderung in das Land getrieben hat. Wer für einen dieser Ölkonzerne tätig ist, muss sich meist keine Gedanken um das Geld machen, denn so lange das Öl fließt, gibt es keinen Anlass, bei den Mietpreisen zu sparen.
Aber auch Lebensmittel oder Elektrogeräte sind nirgends auf der Welt so teuer wie in Luanda. Dabei ist die Lebensqualität nicht im Entferntesten mit jener westlicher Metropolen zu vergleichen: Kaum Restaurants, unsichere und kaputte Straßen und auch das kulturelle Leben ist nicht annähernd so abwechslungsreich, wie es bei einer Stadt mit 5 Millionen Einwohnern erwarten würde.
Was daran liegt, dass von den horrenden Preisen, die in Luanda über den Tisch gehen, bei der einfachen Bevölkerung nichts ankommt. Viele Viertel verfügen nicht über fließendes Wasser, Ausbildung und Jobsituation sind schlecht, was sich oft gegenseitig bedingt. Was die Regierung mit ihren Rohstoffe anstellt und warum allein die ausländischen Gesellschaften von dem so entstehenden Reichtum profitieren: Das ist eine Frage, die die Bürger Angolas gerne beantwortet hätten, während um sie herum beinahe täglich die Preise steigen, die sie sich in zunehmendem Maße nicht mehr leisten können.
photo credit: Bryn Pinzgauer
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Schlagworte: Angola, fließendes Wasser, Luanda, Mietpreise, Ölförderung, Ölgesellschaften, Teuerste Stadt, Wohnungsnot





Also wir haben in Luanda von 2003-2007 gelebt. Ja alles ist sehr teuer. Aber es gibt auch supertolle Restaurants.Und in guten Supermärkten gibt es alles zu kaufen. Nur wie gesagt, teuer. Die Strassen, abseits von der ” Hauptstrasse ” sind sehr, sehr schlecht. Und die vielen Autos. Manchmal braucht man für ca. 1 km 2 Stunden. Viele, viele Bettler Un sehr dreckig. Für mich war Luanda eine Kloake.
Kommentar by waltraud — 30. November 2011 @ 13:43