Eine afrikanische Elite-Akademie bildet aus

Eine afrikanische Elite-Akademie bildet aus

Die ALA ist eine recht junge Organisation in Johannesburg, Südafrika, die sich zum Ziel gesetzt hat, in punkto menschliche Ressourcen da anzusetzen, wo es in Afrika am meisten fehlt: An der Ausbildung und damit der Fähigkeit zur Führung in Betrieben.

Denn die Ausbildungssituation in Afrika ist immer noch in weiten Teilen des Schwarzen Kontinents so schwach, dass viele Firmen nicht nur für die oberen Management-Ebene, sondern auch für die mittlere und sogar bei vielen Fachkräften Ausländer, meist aus westlichen Ländern, entsenden muss, um wirtschaftlich vorwärts zu kommen.

Das will die ALA, die “African Leadership Academy”, also die Führungskräfte-Akademie ändern. Gegründet wurde sie vom Ghanaer Fred Swaniker, der sich zum Ziel gesetzt hat, dass die so ausgebildeten Menschen dabei helfen, Afrika aus eigenen Kräften weiterzuentwickeln.

Die beiderseitigen Vorteile liegen auf der Hand: Die dann vergleichsweise gut verdienenden Führungskräfte haben keinen Grund mehr, so wie es die wenigen gut ausgebildeten Afrikaner bislang tun, ins Ausland zu wechseln. Die Firmen profitieren auf der anderen Seite davon, dass die Einheimischen für weniger Geld arbeiten, besser vernetzt sind und nicht erst die lokale Kultur kennen- und verstehen lernen müssen.

So verpflichtet die Akademie all jene Absolventen, denen sie mittels eines Stipendiums erst das Studium ermöglichte, mindestens zehn Jahre lang in Afrika zu arbeiten. Anderenfalls müssten die Studenten das Stipendium, 50.000 Dollar, zurückzahlen.

Nachhatligkeit: Investition in den eigenen Nachwuchs

Zwar sitzt die Akademie in Johannesburg, ihre Teilnehmer stammen aber von Algerien, Ägypten, Ghana, Kamerun und Angola bis Südafrika vom gesamten Kontinent. Auch von Spenden lebt das Institut, das bislang etwa 70 bis 80 Stipendiaten pro Jahr ausbildet — darunter die erwiesenermaßen klugsten und tatkräftigsten jungen Köpfe aus ganz Afrika.

Sind diese erst einmal erfolgreich, werden sie Teile ihrer Energie dazu einsetzen, die Situation in Afrika weiter zu verbessern. Das nennt man wohl Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit bei der Investition in Bildung.

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