Erdmännchen — wer liebt sie nicht?
21. November 2011| Tweet |
Denn Teil ihres Verhaltens ist, dass sie, die sie immer in Gruppen von etwa fünf bis manchmal 30 Tieren leben, sich sehr gut aufeinander abstimmen und dabei eine ganz besondere Eigenart haben. Denn sie teilen sich die Arbeit beim Ausschau halten nach Feinden. Immer ein paar von ihnen stehen an den Eingängen der Baue, auf den Hinterpfoten und aufrecht, auf dass die übrigen Clanmitglieder in Ruhe andere Dinge erledigen können, wie z. B. jagen oder bauen.
Diese Rolle wechselt sich aber sehr schnell innerhalb der Gruppe ab, so dass es beim Betrachten von Erdmännchen wie zu einem undurchschaubaren Gewusel kommt. Welches aber funktioniert, sonst gäbe es ja keine Erdmännchen mehr.
So süß sie auch auf den Betrachter wirken mögen — in Südafrika sind sie bei den Einwohnern nicht immer beliebt. Erstens zerstören sie mit ihren teils umfangreichen Bau-Arbeiten oft Einrichtungen vom Menschen, zweitens können sie die Tollwut übertragen.
Erdmännchen sind übrigens Säugetiere, gehören zu den kleinsten der Mangusten, zu denen sie gezählt werden und wiegen meist nur etwa 750 Gramm. Ihr putziges Ausschauhalten und intensives Sozialverhalten diente auch schon als Rahmen für den Kinofilm Wächter der Wüste.
Wir zeigen ein kleinen Ausschnitt aus diesem Film, der bei youtube liegt, um das Verhalten der Erdmännchen, die lediglich im südlichen Afrika existieren, zu demonstrieren.
Wer die Erdmännchen also in natura erleben möchte, der muss schon selbst bis ins südliche Afrika reisen.
photo credit: Danny Nicholson
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Schlagworte: Ausschau halten, Erdmännchen, Hinterbeine, Hinterpfoten, Säugetiere, südliches Afrika, Tierfilm, Wächter der Wüste




