Papst reist nach Benin
18. November 2011| Tweet |
Einige Wochen vor diesem Termin hatten Bischöfe aus Angola und Sao Tomé und Principé ihre Ad-Limina-Besuche bei Papst Benedikt XIV. in Rom absolviert. Ad-Limina-Besuche sind im Kirchenrecht festgeschriebene Pflichtbesuche beim Papst, die alle 5 Jahre stattfinden müssen, um Auskunft über den Zustand der jeweiligen Diözese zu geben. Dabei waren auch die weiterhin (aus Sicht der katholischen Kirche) in Afrika existierenden Probleme der Vermischung christlicher Riten mit jenen aus dem Fetischismus, wie sie in Afrika weiterhin verbreitet sind, thematisiert worden.
Der Papst hatte sich dabei besorgt über die Beibehaltung mancher Praktiken geäußert, wenn teilweise Alte, Kranke oder Behinderte aus den Gesellschaften in Afrika verstoßen würden. Auch Hexerei sei weiter ein Problem, welches der Papst entschieden verurteile. Doch zur Bekämpfung dieser unmenschlichen Rituale benötige auch die Kirche die Unterstützung der Gesellschaft und der Politik in den betroffenen Ländern. Der Tribalismus verfälsche das christliche Familienbild enorm: Leben müsse immer unantastbar bleiben.
Der Staatspräsident von Benin, Yayi Boni, hatte den Papst nach Benin eingeladen, der Besuch erfolgt nun ab heute und wird drei Tage dauern. Am Ende des Besuchs soll das Schlussdokument der Afrika-Synode von 2009 vorgelegt werden.
Das könnte auch interessieren:
» Ägypten: Wahl des Präsidenten beginnt heute
» Bestes Entdecker-Blog für Namibia: Touring-Afrika.de!
» Komoren: Flüchtlingsboot gesunken, viele Menschen gerettet
» Mali: Proteste gegen Übergangsregierung
» Mit Ben Stiller: "Madagascar 3" feiert Premiere in Cannes
Schlagworte: Benin, Hexerei, katholische Kirche, Kirche, Leben, Papst Benedikt, Papst Johannes Paul, Staatspräsident, Tribalismus, Vatikan, Yayi Boni




