Gefälschte Kunst aus Afrika
28. Oktober 2011| Tweet |
Dabei gehen die Fälscher meist so vor, dass extra zu diesen Zwecken erstellte Stücke, zum Beispiel afrikanische Masken oder Schnitzereien mit einigen Tricks auf alt getrimmt werden. Tatsächlich lassen die Fälscher ihre Werke absichtlich in der Nähe von Termitenhügeln liegen, welche diese dann bearbeiten. Oder sie werden mit Öl getränkt oder in einem Viehstall aufgehängt, so dass sie die dortigen Ausdünstungen annehmen und schneller verwittern als sonst üblich.
Schon ist der Eindruck erweckt, man habe es hier mit einer Maske o. Ä. zu tun, in der schon vor Hunderten von Jahren Stammesriten exerziert wurden. In Wahrheit sind diese Stücke dann aber nur für diesen Markt an Interessenten präpariert worden.
Nicht alles, was alt wirkt, ist auch gefälscht
Viele dieser Tricks sind den Experten bekannt und sie wissen auch, wie sie ihnen vorgelegte Stücke überprüfen können. Allerdings hat der Laie wenig davon, wenn er vor einem Kauf gar nicht erst einen Experten konsultiert.
Jeder, der sich für afrikanische Kunst interessiert, sollte wissen, dass Afrika selbst bis auf wenige Ausnahmen als frei von noch ursprünglichen Kunstwerken gilt.
Dennoch muss nicht alles, was einem Kunstinteressierten als aus Afrika stammend angeboten wird, gleich ein Betrugsversuch sein. Denn während der Kolonialzeit gingen große Mengen an afrikanischer Kunst in die Länder der Kolonialherren — und diese Exemplare zirkulieren weiter auf den internationalen Kunstmärkten, sind aber echt.
photo credit: David W. Siu
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Schlagworte: Kunstfälscher, Kunstmarkt, Masken, Schnitzereien, Termiten, Termitenhügel




