Welches Fernsehsystem nutzt man in Afrika?
28. September 2011| Tweet |
Bei PAL oder SECAM für die Länder Afrikas ist die Antwort ebenfalls ganz einfach: Nur jene Länder, welche früher zum Kolonialreich Frankreichs gehörten, verwenden SECAM, bei allen übrigen kommt das PAL-System für die Übertragung der Fernsehbilder zum Einsatz.
Somit kann man sich relativ leicht merken: die mehrheitlich französischsprachigen Länder in Afrika nutzen SECAM. Das wären dann im Einzelnen:
- Marokko
- Mauretanien
- Senegal
- Mali
- Burkina Faso
- Réunion (ohnehin vollwertiger Teil Frankreichs)
- Niger
- Tschad
- Zentralafrikanische Republik
- Republik Kongo
- Gabun
- Elfenbeinküste
- Togo
- Benin
- Burundi
- Ruanda
- Dschibuti
- Madagaskar
Wie man sieht sind auch einige die Regel bestätigende Ausnahmen dabei. Außerdem ist diese Liste auf dem Stand von 2006. Angesichts der immer schnelleren Umwälzungen im technischen Bereich ist es durchaus nicht unwahrscheinlich, dass sich in Bezug auf diese Verteilung inzwischen etwas geändert hat.
Frankreich profitiert von der Verbreitung von SECAM
Eingeführt wurde SECAM in Frankreich übrigens einst aus politischen Gründen: Nämlich um die Produktionsunternehmen der einheimischen Fernseher vor Konkurrenz aus dem Ausland zu schützen. Erfolgreich, muss man konstatieren. Klar, dass dieses System dann auch gleich auf jene Länder ausgeweitet wurde, in denen der Einfluss noch so groß war, dass man eben auch die Macht hatte, um es einzuführen.
Herauskommt dabei die obige Liste, in der man noch dazu im Vorbeigehen wieder einmal feststellt, wie groß der Einfluss Frankreichs auf Afrika war und ist. Selbst in der TV-Technologie ist dies zu spüren.
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