Quasi noch mal Sudan: Mali wird unabhängig
22. September 2011| Tweet |
Heute ist Mali im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Afrika, die ebenfalls um 1960 herum ihre Unabhängigkeit erhalten haben, ein Vorzeigeland für die Entwicklung der Demokratie in einem afrikanischen Staat. Bettelarm bleibt das Land nichtsdestotrotz.
In der Hauptstadt Bamako wählen die 160 Parlamentsmitglieder ihren Präsidente, die Staatsform von Mali ist ein “semipräsidentielles Regierungssystem”, eine Bezeichnung, für die die Staatsform von Frankreich (sic!) Pate gestanden hat.
Frankreich fügte Mali in sein Kolonialreich ein
Französische Truppen waren 1883 in das heutige Staatsgebiet von Mali eingedrungen. Fast 80 Jahre währte die Besetzung der Region durch Frankreich, 1904 wurde dieser Teil Afrikas an die bereits bestehende Kolonie “Französisch-Sudan” angegliedert.
Dass die französischen Soldaten dabei teilweise gegen die entsprechenden Weisungen aus Paris immer weiter vordrangen, hielt die französische Regierung nicht davon ab, die so gewonnenen Gebiete ebenfalls in Besitz zu nehmen.
Später wurde Mali Teil von Französisch-Westafrika, dieser Zustand hielt bis etwa 1958 an, danach ging Mali mit dem Senegal die so genannte Mali-Föderation einging. Nur von kurzer Dauer war diese Föderation, schließlich ging es an besagtem 22. September 1960 in die eigenständige Unabhängigkeit.
Demokratisch stabil, wirtschaftlich nicht: seltene Mischung
Die gepriesene Demokratie in Mali wird entscheidend allerdings erst seit den 1990er Jahren umgesetzt. Seit dieser Zeit gab es drei erfolgreich durchgeführte demokratische Wahlen, welche Mali insbesondere im Vergleich zu den Nachbarstaaten als äußerst stabil wirken lässt.
Eines der touristischen Highlights in Mali ist übrigens die hier auch schon erwähnte Große Moschee von Djenné.
photo credit: Michael Panse
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Schlagworte: Frankreich, Französisch-Sudan, Kolonie, Mali, Moschee von Djenné, Präsident, semipräsidentielles Regierungssystem, Unabhängigkeit




