Heute Wahl in Sambia
20. September 2011| Tweet |
Normalerweise dauert eine Legislaturperiode im südafrikanischen Sambia fünf Jahre. Dies ist seit der 1991 in Kraft getretenen Verfassung der Fall. Ein Präsident kann nur einmal wiedergewählt werden, außerdem müssen beide Elternteile eines Kandidaten für das Präsidentenamt in Sambia geboren sein.
Das Parlament in Sambia verfügt über 159 Sitze, von denen nur 150 durch die Stimmverteilung bei der Wahl vergeben werden, die restlichen acht vergibt der Präsident, der direkt gewählt wird, selbst. Das 159. Mitglied des Parlaments ist der Parlamentssprecher, der ebenfalls vom Präsidenten bestimmt wird.
Häufig wird die Lage bezüglich der Menschenrechte in Sambia positiv beurteilt, allerdings dies vor allem im Vergleich zu den Nachbarländern. Kritikpunkte bleiben auch in Sambia, so z. B. die eingeschränkte Meinungsfreiheit im Lande sowie die Diskriminierung Homosexueller. Trotz großer Rohstoffvorkommen (Kupfer, Kobalt) kämpfen die Bewohner von Sambia mit Armut und weiteren wirtschaftlichen Problemen.
Mehrparteiensystem in Sambia seit 1991
Rupiah Banda war erst der vierte Präsident Sambias seit der Unabhängigkeit im Jahr 1964. Die neun verschiedenen Provinzen entsenden je nach Bevölkerungszahl unterschiedlich viele Abgeordnete ins Parlament, die meisten stehen der Provinz Copperbelt mit 22 zu.
Die Präsidentschaftswahl ist für Sambia auch deshalb so wichtig, weil der Präsident in Sambia vergleichsweise tiefgehende Befugnisse besitzt.
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