Der Vogel Strauß — aus Afrika
13. September 2011| Tweet |
Bis zu zweieinhalb (!) Meter groß wird so ein afrikanischer Strauß, rennend erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern. Und ist damit mehr als doppelt so schnell wie der Mensch.
Trotzdem gelang es dem Menschen natürlich seit langer Zeit schon, den afrikanischen Strauß erfolgreich zu jagen. Nicht zuletzt wegen seiner Haut, aber auch wegen des Fleisches und seiner Federn stellt er seit jeher ein für den Menschen lohnenswertes Beutetier dar. Dementsprechend ist der afrikanische Strauß in vielen Regionen auch bereits ausgerottet.
Neben dem Menschen sind die größten Feinde des Straußes der Löwe und der Leopard. Interssanterweise schließen sich Strauß-Gruppen oft Zebra- und Gazellen-Herden an, da sie diese gemeinsamen Feinde teilen und ebenfalls ständig Ausschau nach diesen lebensgefährlichen Gegnern halten. Allgemein leben Strauße zwar oft in kleineren Gruppen zusammen, an Wasserstellen trifft man aber auch oft Hunderte von ihnen zusammen, genauso wie man auch vereinzelten Straußen begegnen kann.
“Kopf in den Sand” ist lediglich eine Legende
Im Notfall läuft der Strauß meist mit seiner enormen Geschwindigkeit einfach davon, im Gegensatz zu vielen anderen Tieren kann er seine hohe Geschwindigkeit auch über einen längeren Zeitraum — etwa eine halbe Stunde lang — durchhalte und entkommt so den meisten Bedrohungen. Er kann allerdings auch äußerst kräftig zutreten, wodurch er Menschen und sogar Löwen töten kann.
Da er zur Flucht aber eben ein weites, offenes Gelände benötigt, hält sich der Strauß nicht in Gegenden auf, wo das Gras höher als 1 Meter hoch wächst. Seinen Wasserbedarf kann er allerdings komplett aus seiner Nahrung stillen, weshalb er auch quasi komplett ohne Zugang zu Wasser überleben kann. In der Wüste hält der Vogel Strauß sich dennoch nur zu Durchmarschzwecken auf.
In großen Gruppen, aber auch schon mal alleine unterwegs
In Afrika lebt er hauptsächlich in Süd- und in Ostafrika. Normalerweise ernähren sie sich von Pflanzen, wobei sie durch ihre große Mobilität auch riesige Strecken zurücklegen können. In seltenen Fällen fressen Sträuße auch Insekten.
Das Wort “Strauß” hat übrigens nichts mit dem Blumenstrauß zu tun, es stammt vielmehr vom griechischen Wort strouthion ab, was so viel wie “großer Spatz” bedeutet.
Das folgende Video demonstriert im Bild, wie schnell ein Strauß tatsächlich rennen kann, er gilt als der schnellste Laufvogel des Planeten.
Die Sache mit dem Vogel Strauß, der angeblich bei Gefahr seinen Kopf in den Sand steckt, ist allerdings nur eine Legende. Wie oben erwähnt, läuft er meist davon. Möglicherweise ist eine Fata Morgana dafür verantwortlich, dass man einen Strauß auf weitere Entfernung ohne Kopf wahrnimmt. Lichtbrechung durch die Hitze verschluckt optisch einen Teil seines Körpers.
Statt Sand in den Kopf heißt es beim Strauß also eher Beine in die Hand.
photo credit: vic.bergmann
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Schlagworte: Federn, Fleisch, Flucht, Geschwindigkeit, Insekten, Laufvogel, Leder, Legende, Leoparden, Löwen, Mensch, Ostafrika, Pflanzen, Sahara, Strauß




