Trickreich: Kenias Bauern setzen Bienen gegen Elefanten ein
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Trickreich: Kenias Bauern setzen Bienen gegen Elefanten ein

12. September 2011

Mehr Elefenaten, mehr Nahrung nötig

Mehr Elefenaten, mehr Nahrung nötig

Nicht umsonst nennt man Elefanten auch “Dickhäuter”: Ihnen kommt man nicht so schnell bei, wenn man versucht, sie loszuwerden. Heutzutage dringen Elefanten, nicht nur in Afrika, auch in Asien, immer öfter in Siedlungen von Menschen vor. Was für uns Mitteleuropäer wie eine nette Abwechslung vom Alltag klingt, ist dort selten mit Vergnügen verbunden. Denn die Elefanten sind bei ihren Trips in Dörfer und Städte natürlich auf der Suche nach Essbarem.

So hat die Förderung wilder Elefanten durch den Menschen in Kenia nicht nur positive Seiten. Wenn die Dickhäuter in ihren eigentlichen Siedlungsgebieten nicht mehr ausreichend Nahrung finden, plündern sie gerne schon mal die Felder der Bauern in Kenia. Inzwischen gibt es wieder mehr und mehr Elefanten, da ist der Nahrungsbedarf natürlich groß. Entsprechend häufig werden die “Überfälle” der Elefanten auf die Plantagen. Da ist guter Rat teuer, denn durch eine einfache Hecke lassen sich die Elefanten meist nicht abhalten.

Einfache und elegante Lösung eines tierischen Problems

Linderung in der Not an Lösungsmöglichkeiten bietet jetzt eine Entdeckung, die britische Forscher in Kenia machten: Bienenstöcke, die statt eingrenzenden Hecken verwendet werden, sind wesentlich effektiver bei der Abschreckung der einbrechenden Elefanten. Die Zahl der Übergriffe auf die Plantagen sank nach Installtion solcher Bienenstöcke an den Rändern der Felder signifikant.

Eine äußerst umweltschonende und dennoch wirksame Maßnahme. Denn natürlich produzieren diese Bienen auch Honig, welcher von den Bauern ebenfalls verwertet werden kann. Die Elefanten müssen zwar mit dem einen oder anderen Bienenstich leben, kommen aber ansonsten ungeschoren davon. Zudem sorgen die Bienen dafür, dass die angebauten Pflanzen besser bestäubt werden.

Manchmal liegen einfache Lösungen so nah — man muss nur drauf kommen.

Creative Commons License photo credit: BOMBMAN


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