Zukunft der Solarenergie in den Maghreb-Staaten
8. September 2011| Tweet |
Dementsprechend gibt es auch großes Interesse der Europäer an einer Zusammenarbeit in diesem Metier. Doch wie sich nicht erst jetzt zeigt, ist der Eigenbedarf der Maghrebstaaten deutlich größer, so dass umfangreiche Lieferungen an den Export noch länger auf sich warten lassen werden müssen.
Mit Unterstützung der Weltbank wird sowohl in Marokko als auch in Tunesien nun kräftig aufgerüstet im Bereich des Solarstroms. In zehn Jahren soll alleine mit Sonnenenergie 40 Prozent des Bedarfs von Marokko gedeckt werden.
In Algerien existieren zur Zeit noch größere Ölvorkommen, doch auch diese sind endlich. Weshalb auch Algerien darauf setzt, bald auf die Ausbeutung von Sonne (und auch Sand!) umzustellen. So wird Algerien von 2014 an seine Solarmodule selbst herstellen können. Den Bau eines solchen Solarzellenwerks hat sich eine deutsche Firma gesichert.
Entwicklung beginnt, ist aber noch lange nicht am Ziel
Da kommt den Deutschen entgegen, dass man in Algerien nicht mehr allzu gerne Geschäfte mit den ehemaligen Kolonialherren aus Frankreich macht.
Doch auch wenn die Einstellung der beteiligten Regierungen Nordafrikas gegenüber der Nutzung von Solarenergie deutlich positiver als noch vor wenigen Jahrzehnten ausfällt, so sind damit noch längst nicht alle Probleme gelöst. So gibt es in der Wüste selbst ein Sicherheitsproblem angesichts drohender Überfälle, die Verwaltung in den meisten der Länder ist langsam und dazu kommt die fragwürdige politische Stablität der Länder, die sich damit möglicherweise selbst ein Knüppel zwischen den Beinen sein könnten.
Wegen dieser Unsicherheit ziehen sich chinesische Investoren zur Zeit zurück — eine Gelegenheit, die euroäische Anbieter von Solarstromtechnik nicht ungenutzt verstreichen lassen sollten. Wonach es im Moment auch nicht aussieht. Doch in trockenen Tüchern ist diese positive Entwicklung noch nicht.
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Schlagworte: Solarenergie, Solarstrom, Weltbank




