Eto’o verliert Popularität in Afrika
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Eto’o verliert Popularität in Afrika

7. September 2011

Samuel Eto’o, der Fußballprofi aus Kamerun, wechselt nach Russland, wo er allein wegen des Geldes hingeht. Er wird fast doppelt so viel verdienen wie der Weltfußballer Lionel Messi. Wer sollte Eto’o verdenken, dass er so viel Geld wie möglich aus seinem Talent herausschlagen möchte?

Offenbar viele in seiner Heimat Kamerun und in ganz Afrika, wo er vielen auch in anderen Nationen ein Idol ist oder jetzt vielleicht war.

30 Jahre ist er noch jung, hat es sich mit seinen Eskapaden aber schon bei weiten Teilen der Bevölkerung in Kamerun verscherzt. Denn eine “Diva” ist der Stürmer, der auch immer noch für die Nationalmannschaft von Kamerun aufläuft, ohne jeden Zweifel.

Letztens erst sollte er bei einem Länderspiel ausgewechselt werden — doch Eto’o ignorierte glatt die Anweisungen des Nationaltrainers. Und der ist nicht irgendjemand im Weltfußball, sondern Javier Clemente.

Bei Inter Mailand, wo Eto’o bislang spielte, muss er sich das jedoch nicht weiter antun. Von nun an spielt Eto’o in der russischen Provinz, genauer gesagt in Dagestan.

Was man ihm übel nimmt, ist jedoch nicht sein Wechsel nach Russland, sondern die Tatsache dass er sich neben seinem merkwürdigen Verhalten auf dem Spielfeld auch nie in Kamerun blicken lässt. Während andere erfolgreiche Profifußballer aus Kamerun häufig in die Heimat zurückkehren und dort vor allem Hilfsprojekte anschieben oder ihre Heimatdörfer unterstützen, gibt Eto’o sein Geld lieber an teuren Stränden für Luxusgüter aus.

Das ist kein Vorbild, weder für kleine kamerunische Jungs noch für Erwachsene in weiten Teilen Schwarzafrikas. Ihm ist das jedoch gleich, denn die entscheidenden Leute im kamerunischen Fußball hat er sich gefügig gemacht — mit Geldgeschenken natürlich.


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