Das Malawi Miracle
5. September 2011| Tweet |
Das Malawi Miracle fußt auf einer umfassenden Subventionierung der Bauern im Lande. Diese können zwei Mal im Jahr staatlich stark subventionierten Dünger erwerben und damit ihr zu bestellendes Land düngen. Das ist auch bitter nötig, denn jahrelange Monokultur haben die ohnehin schon wenig ertragreichen Böden äußerst unfruchtbar werden lassen.
Konträre Subventionspolitik zeigt große Erfolge
In Folge der mutigen Politik der subventionierten Düngemittel produziert Malawi anders als seine Nachbarn jedes Jahr einen Überschuss an Lebensmitteln. Deshalb wurde die Bezeichnung vom “Wunder von Malawi” geprägt.
Problematisch bleibt die Lage für die einzelnen Bauern, die oft nur ganz winzige Parzellen besitzen, trotzdem. Denn manchmal reicht selbst die Wirkung des Dünger nicht aus. Dann sind jene wenigen Bauern im Vorteil, die eine Wasserpumpe auf ihrem Gelände besitzen. Weiterhin nicht einfach stellt sich die Vermittlung von dringend notwendigem Wissen dar. Denn die Bauern in Malawi behalten ihre Ernte lieber, statt sie zu verkaufen, um sich andere Lebensmittel als nur den meist angebauten Mais leisten zu können. So ist es aber eigentlich gedacht, wenn Hilfsorganisationen einen Brunnen oder eine Wasserpumpe anlegen.
Skepsis muss allerdings weiter abgebaut werden
Dieses Wissen weiterzuverbreiten und zudem ausreichend Bauern in Malawi zu finden, die das Vertrauen aufbringen, dass ein Weiterverkauf sinnvoll ist. Vielen ist die Angst davor, dann gar nichts mehr zur Verfügung zu haben, nicht zu nehmen.
Dabei gilt Malawi international als ein weltoffenes Land und erfreut sich deshalb großer Beliebtheit, nicht nur bei den Touristen, sondern auch bei den Hilfsorganisationen. Von allen Problemen unbenommen bleibt das “Malawi Miracle” aber vorhanden, nennenswert und möglicherweise auch eine Strategie, die man in angrenzenden Ländern verfolgen könnte.
Das könnte auch interessieren:
» Afrika: Kontinent (fast) ohne McDonald's
» Malawis Präsident stirbt nach Herzinfarkt — Nachfolge unklar
» Malawi: Madonna bricht Versprechen, Schule zu bauen
» Malawi: Madonna will weiter aktiv helfen
» Malawi: Strafen für Homosexualität vor der Abschaffung
Schlagworte: Bauern, Dünger, Hilfsorganisationen, Mais, Maisanbau, Nahrungsmittel, Subventionen




