Einseitiges Afrika-Bild auch in österreichischen Schulbüchern
9. August 2011| Tweet |
Deshalb ist es wichtig, in Österreich aufwachsenden Kindern kein falsches, einseitiges Bild von den Herkunftsländern der Mitschülerinnen und Mitschüler aus Afrika (oder mit afrikanischen Eltern) zu geben. Dies sei aber oft der Fall. In den Büchern würden insbesondere Krieg und Katastrophen als “typisch afrikanisch” dargestellt. Höhepunkt dieser Fehlinformationen ist, dass ausgerechnet der tatsächlich vom Bürgerkrieg betroffene Kongo als “besonders afrikanisch” beschrieben werde.
Buchinhalte übersehen viele wichtige Aspekte Afrikas
Nicht nur wir hier bei touring-afrika.de wissen längst, dass dies nicht die Lebensrealität von fast einer Milliarde Menschen widerspiegelt, wenn in einzelnen Regionen des Kontinents Konflikte herrschen. Vielmehr ist Afrika ein Kontinent, der noch wesentlich mehr Widersprüche und Unterschiede aufzuweisen hat als das auch schon sehr variable Europa. Oft würden dazu in den Schulbüchern die Ursachen für die bestehenden Schwierigkeiten schlicht nicht erwähnt, wozu auch die Ausbeutung in Zeiten der Kolonialisierung gehöre.
Vielfach fehlten auch Hinweise auf die erfolgreiche Integration von schwarzafrikanischen Menschen in die österreichische Kultur, deren bestes Beispiel eine Frau mit dem schönen Namen Marie Edwige Hartig ist, eine erfolgreiche Politikerin der Grünen, die so ausschaut. Viele afrikanische Communities lebten in Österreich beinahe gänzlich unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung, dabei seien diese teils von beachtlicher Mitgliederzahl. Diese aktuellen Lebensrealitäten gelte es auch in den Schulbüchern Österreichs besser gerecht zu werden als bislang.
photo credit: Troels Dejgaard Hansen
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Schlagworte: Gebräuche, Kolonialisierung, Kultur, Marie Edwige Hartig, Österreich, Schulbuch, Schulbücher, Sitten




