Berühmte Afrikanerinnen: Nia Künzer
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Berühmte Afrikanerinnen: Nia Künzer

13. Juli 2011

Geboren im wunderschönen Botswana

Geboren im wunderschönen Botswana

Wer die Frauen-WM in Deutschland verfolgt, und diese weitere verfolgt, obwohl die Nationalmannschaften Afrikas alle bereits ausgeschieden sind, dem wird eine gewisse Dame immer mal wieder im TV begegnen, wo sie der jeweiligen Moderatorin Rede und Antwort steht. Nia Künzer nämlich. Kennt man, wenn man sie kennt, daher, dass sie selbst einmal ein entscheidendes Tor für den Weltmeisterschaftssieg der deutschen Fußballfrauen köpfte. Weshalb sie auch als Expertin beim TV angestellt ist.

Wieso tauch diese Dame mit dem doch eigentlich unspektakulären Vornamen Nia nun im Afrika-Blog auf? Weil Nia keine Kurzform von Nina oder Ähnlichem ist, sondern ein Name aus der Swahili-Sprache, der “ich will” bedeutet. Die Eltern der guten Nia Künzer waren nämlich Entwicklungshelfer, weshalb sie auch in Botswana geboren ist, genauer gesagt in Mochudi.

Und noch genauer gesagt lautet ihr voller Vorname Nia Tsholofelo, wovon der zweite Name ebenfalls Swahili ist und “Hoffnung” bedeutet. Kompletter Vorname also “Ich will Hoffnung” — nicht ungeschickt von Künzers Eltern, aus dem Namen ihres Kindes gleich einen ganzen Satz mit Inhalt zu machen.

Nia Künzers Eltern arbeiteten als Entwicklungshelfer in Botswana

Erstaunlicherweise sind diese afrikanischen Wurzeln Nia Künzers kaum bekannt, obwohl doch auch zwei afrikanische Teams an der WM teilnahmen und Nia Künzer sicher bei dem einen oder anderen Spiel der beiden Teams aus Nigeria und Äquatorial-Guinea anwesend war.

Wie dem auch sei, phänotypisch merkt man ihr ihre afrikanischen Wurzeln überhaupt nicht an, beim Namen allerdings, wissen Touring-Afrika-Leser nun, ist es überdeutlich, dass sie aus Afrika stammt. Ich will Hoffnung.

Creative Commons License photo credit: BA_Banks


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