Gemeinsame Anti-Terrorgruppe in Mali, Mauretanien, Niger und Algerien
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Gemeinsame Anti-Terrorgruppe in Mali, Mauretanien, Niger und Algerien

27. Juni 2011

Mehr Sicherheit in der Sahara

Mehr Sicherheit in der Sahara

Die gute Nachricht ist noch nicht viele Wochen alt: Osama Bin Laden ist tot, der Führer der Terrorbewegung kann keine weiteren Drohvideos erstellen, keine unbedarften Jünglinge zu seinem Teufelswerk rekrutieren und vor allem schwindet der weltweite Einfluss von Al-Qaida durch seinen Tod. Ihnen fehlt von nun an die Galeonsfigur.

Dass der Kampf gegen islamistischen Terror deshalb noch nicht gewonnen ist, liegt auf der Hand. Doch es war ein (hoffentlich) entscheidender Etappensieg. Nun gilt es nachzulegen, um jenen das Handwerk zu legen, die unschuldige Menschen in die Luft jagen und dabei weder vor Frauen und Kindern noch vor ihren eigenen Leuten Halt machen.

Weshalb das Folgende eine weitere gute Nachricht ist: Die vier Anrainer der Sahara, Mali, Mauretanien, Niger und Algerien werden sich zusammenschließen, um eine neue Anti-Terror-Truppe zusammenzustellen. Diese soll vor allem verhindern, dass im Zuge des Konflikts in Libyen Waffen in die Hände von “Al-Qaida im Maghreb” fallen. Libyen ist als Staat bekanntlich zur Zeit sehr instabil. Da könnte es ein Leichtes sein, ein paar der eingesetzten Waffen abzuzwacken.

Mali, Mauretanien, Algerien und Niger investieren in die Sicherheit

Doch die vier Staaten wollen nun 75.000 Mann aufstellen, die sie gegen genau solche Fälle einsetzen wollen. In Malis Hauptstadt Bamako verkündete Außenminister Soumeylou Boubeye Maiga die gute Nachricht in den letzten Tagen.

Natürlich bleibt das Gebiet der westlichen Sahara schwer zu kontrollieren, doch ist die Neuschaffung dieser Truppe ein weiterer Schritt dahin, Sicherheit in die Sahara zurückzubringen. Die tatsächliche Zahl der Übergriffe ist zwar stets gering geblieben. Vorhanden ist sie aber, was meistens ausreicht, um die durchaus an dieser Region interessierten Touristen dauerhaft abzuschrecken. Keine gute Entwicklung, für all jene, die nach Mali, Mauretanien, in den Niger oder in den Süden Algeriens reisen wollen, und für die Tourismusbranche der vier Staaten ebenfalls nicht. Gut, dass hier nun im Kampf für mehr Sicherheit angesetzt wird.

Creative Commons License photo credit: Michele Benericetti


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