Surfen in Marokko
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Surfen in Marokko

17. Juni 2011

Die richtige Welle erwischen

Die richtige Welle erwischen

Wie letztens schon erwähnt, bleibt die politische Lage in Marokko stabil. Einige wenige Demonstrationen, die eher als Solidarkundgebung für die arabischen Brüder in den Nachbarländern denn als Ausdruck eigener Unzufriedenheit gewertet werden sollten, damit hatte die Angelegenheit sich dann. Zudem sieht es nicht danach aus, als würde die Stimmung in Marokko in den nächsten Monaten kippen.

Weshalb Marokko der heiße Tipp unter den Touristen mit dem Ziel Nordafrika bleibt. Nicht zuletzt, weil auch die Vielfalt der sportlichen Angebote bei einer Reise nach Marokko so groß sind, wie in sonst kaum einem afrikanischen Land. Übers Bergwandern in Marokko hatten wir kürzlich erst berichtet, heute geht es runter von den kühlen Bergen hinein ins blaue Nass des Atlantiks vor der Küste Marokkos, rein ins Meer beim Surfen in Marokko.

An erster Stelle steht bei einem solchen Vorhaben die Tatsache, dass das Klima in Marokko Surfen das ganze Jahr über ermöglicht. Insbesondere zwischen November und Mai, wenn es in Europa größtenteils sehr kalt ist, treffen sich das wunderbare Klima Marokkos und hervorragende Wellenreit-Verhältnisse.

Die meisten Surfschulen — für die, die das Surfen noch lernen wollen — befinden sich in der Mitte des Landes, in der Nähe von Agadir. Weiterer Pluspunkt natürlich: die verglichen mit Staaten im Süden Afrikas kurze Anreise bei einem Flug nach Marokko, kaum länger als einer nach Mallorca.

Gerade im Winter reist man gerne zum Surfen nach Marokko

Dazu kommt die angenehme Mentalität der Marokkaner, die sich selbst als etwas Besonderes in der arabischen Welt wahrnehmen: Hier herrscht ein Mix zwischen arabischer und berberischer Kultur, aber auch andalusischen Einflüssen. Nur wenige, meist ältere Menschen in Marokko nehmen Anstoß am Surf-Vergnügen der Touristen aus aller Welt, surfen doch inzwischen auch viele Einheimische in den wunderbaren Wellen vor der Küste Marokkos.

Außerdem sind die Preise selbst für den nicht so großen Geldbeutel bei einem Surftrip nach Marokko erschwinglich, sowohl Unterkünfte als auch Lebenshaltungskosten sind hier immer noch deutlich geringer als in westlichen Surfdomizilen. Allein die schiere Anzahl von etwa 300 Sonnentagen im Jahr macht deutlich, in welches Paradies man sich bei einer Reise nach Marokko begibt.

2000 Kilometer Küstenlänge werden auch für jene Surfer ein geeignetes Plätzchen bereit halten, die lieber alleine auf den “Stoke”, den Zustand beim Erwischen einer perfekten Welle warten. Wer lieber in Gemeinschaft surft und auch gerne ein paar Zuschauer hat, wenn er denn mal erfolgreich eine Welle geritten hat, wird ebenfalls in Marokko fündig.

Ob voll oder eher einsam: für jeden Geschmack ein Plätzchen zum Surfen

Wer schon öfter gesurft hat, dem muss man den üblichen Tagesablauf eines Urlaubstages beim Surfen nicht mehr erklären, deshalb hier noch mal für alle anderen:

  • Aufstehen
  • Surfen
  • Schlafen
  • siehe oben

Natürlich kommt dazwischen noch das Essen: Gute Ernährung ist nicht schwierig in Marokko zu bewerkstelligen, vielmehr kommt man hier auch mal auf andere Geschmäcker als jene, die man aus Europa kennt. Frisches Gemüse ist Standard, dazu viel Fisch, gerade an den Küsten, oder ein typisches Fleischragout, dazu natürlich das von den Berbern stammende Couscous.

Auch nach längerem Abwägen fällt nichts ins Auge, was den Surfer von einem Trip nach Marokko abhalten sollte.

Creative Commons License photo credit: Marco Estrella


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